besenrein // Ästhetik des Aufgebens

02.08.12 bis 22.09.12

besenrein // Ästhetik des Aufgebens

besenrein // Ästhetik des Aufgebens

In der Reihe „besenrein // Ästhetik des Aufgebens“ zeigt Sebastian Weise Aufnahmen aus Abrisshäusern und verlassenen Wohnungen im Osten Deutschlands. Über zwanzig Jahre nach Existenz der DDR ist es eine stille, anrührende und oft auch bedrückende Sicht auf das Hinterlassene, das Vergessene, das Geopferte. Dabei ist die Verortung im Grunde nicht von Belang; in allen Teilen der Welt werden Wohnungen und Häuser ver- und sich selbst überlassen.

Das Interesse der Fotoserie richtet sich auf die poetische Anmutung des scheinbar leeren Ortes: Was bleibt übrig, wenn Menschen ihren angestammten Platz verlassen? Welche Spuren sind sichtbar, welche gewollt, welche verborgen? Wie schnell und in welcher Form erobern sich verlassene Räume ihre Souveränität zurück? Und ist ihre Einsamkeit, die sich wie ein Seufzen durch die Häuser zieht, ewig?

Sebastian Weise widmet sich ohne Voyeurismus oder Gehässigkeit den verschiedensten Spuren der Menschen, ohne dabei den Menschen selbst abzubilden. Seine Fotografien sprechen eine Sprache der unspektakulären Poesie.

Vernissage 02.08.2012 19.00 Uhr

Öffnungszeiten:
Do-Sa, 14.00-17.00 Uhr

info@weisesicht.de
www.weisesicht.de

Galerie Schloss Dryburg
Schlosshof 1, 99947 Bad Langensalza
Deutschland