Veranstaltungen

05.06.13 bis 05.05.14

12×12 Die IBB-Videolounge in der Berlinischen Galerie

  12×12  Die IBB-Videolounge in der Berlinischen Galerie

In der IBB-Videolounge werden über den Zeitraum eines Jahres zwölf Künstler präsentiert, die in den letzten Jahren durch ihren innovativen Umgang mit den Medien Film und Video aufgefallen sind. Dokumentarische Herangehensweisen reihen sich dabei an Strategien, die das Medium hinterfragen und nach neuen Formen der filmischen Erzählung suchen. Auch die Auseinandersetzung mit bildästhetischen Fragen, die Verwendung von Film oder Video zur Aufzeichnung von Performances und Experimente mit audiovisuellen Fragestellungen sind bestimmend für die Werke der eingeladenen Künstler.

Das Programmformat stellt nicht nur etablierte Vertreter der zeitgenössischen Videokunst vor, sondern auch junge Künstler, deren Werke bisher kaum in Museen zu sehen waren. Im monatlichen Wechsel wird jeweils ein Programm aus verschiedenen Werken zusammengestellt.

Die Realisierung erfolgt mit Unterstützung der Investitionsbank Berlin (IBB).
Künstler Juni bis August 2013

Jumana Manna, 05.06.–01.07.2013
Andy Graydon, 03.07.–29.07.2013
Laura Horelli, 31.07.–26.08.2013

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin
Deutschland

23.11.13 bis 19.11.14

SARAH LUCAS, TOBIAS PILS UND GUIDO VAN DER WERVE IM RAHMEN DER VIENNA ART WEEK 2013

SARAH LUCAS, TOBIAS PILS UND GUIDO VAN DER WERVE IM RAHMEN DER VIENNA ART WEEK 2013

Die VIENNA ART WEEK, die heuer bereits ihre neunte Auflage erlebt, ist mittlerweile wichtiger Bestandteil des künstlerischen Geschehens in Wien. Mit einem intensiven und vielschichtigen Programm ist es dem vom Dorotheum initiierten und vom Art Cluster Vienna gestalteten Kunstfestival gelungen, die Vernetzung österreichischer und internationaler Akteure der Kunstwelt voranzutreiben.

Unter dem Titel „Projecting Worlds“ greift das Kunstfestival heuer vom 18. bis 24. November 2013 Themen und Positionen auf, die sich mit der identitätsstiftenden Funktion des künstlerischen Ausdrucks beschäftigen. Im Rahmen von Ausstellungen, Interventionen, Atelierbesuchen, Galerienrundgängen, Kuratorenführungen, Künstlergesprächen, Lectures, Performances und Podiumsdiskussionen rückt die VIENNA ART WEEK 2013 den Künstler als Schöpfer von Werken und als Erzähler seines eigenen Kosmos in den Mittelpunkt. Dabei steht der Dialog zwischen dem Künstler und dem Betrachter im Zentrum.

Am Freitag, den 22. November 2013 um 19 Uhr lädt die Secession, Friedrichstraße 12, Wien 1, zur Eröffnung der drei Einzelausstellungen von „Sarah Lucas, Tobias Pils und Guido van der Werve“. Der niederländische Video- und Performance-Künstler Guido van der Werve (Grafisches Kabinett) sucht als Protagonist seiner Filme Zugänge zur Welt und zur Selbsterfahrung. Routinemäßige Abläufe des Lebens, das Vergehen der Zeit und die Unkontrollierbarkeit des Zufalls sind konstante Themen in seinem Werk. Tobias Pils’ (Galerie) großformatige abstrakte Malerei – mitunter durchsetzt von gegenständlichen Fragmenten – entwickelt sich aus Fragestellungen, die eng mit dem Malprozess selbst verknüpft sind. Der in Wien lebende Künstler produziert für seine Ausstellung einen umfassenden neuen Werkzyklus, für den unter anderem die Secession und der Zeitgeist des anbrechenden 20. Jahrhunderts Quellen der Inspiration darstellen. Sarah Lucas (Hauptraum) gilt als prominenteste Vertreterin der ehemaligen Young British Artists. Die Künstlerin brachte in ihren Arbeiten von Anfang an ihre kritische Haltung gegenüber gesellschaftlichen Normierungen, sexuellen Stereotypen und geschlechtsspezifischen Rollenzuschreibungen zum Ausdruck. www.secession.at

ERÖFFNUNG
Freitag, den 22. November 2013, 19 Uhr

ORT
Secession
Friedrichstraße 12
1010 Wien

AUSSTELLUNGSDAUER
23. November 2013 – 19. Jänner 2014

ÖFFNUNGSZEITEN
DI bis SO 10 bis 18 Uhr

EINTRITT FREI

BESUCHERINFORMATION
www.viennaartweek.at, www.secession.at

BILDQUELLE: Eröffnung der Einzelausstellung „Sarah Lucas“
FR, 22.11.2013, 19 h, Secession, Friedrichstraße 12, Wien 1
Bildsujet Sarah Lucas
Suffolk Bunny, 1997–2004
Braune Strumpfhose, blaue Strümpfe, Stuhl, Klemme, Kapok, Draht
96 x 64 x 90 cm
© Sarah Lucas
Courtesy Sadie Coles HQ, London

Secession
Friedrichstraße 12, 1010 Wien
Österreich

25.01.14 bis 27.04.14

Fabien Giraud und Raphaël Siboni - The Unmanned

Fabien Giraud und Raphaël Siboni - The Unmanned

In der ersten institutionellen Einzelausstellung von Fabien Giraud und Raphaël Siboni sind die neusten Werke des französischen Künstlerduos im gesamten Ausstellungskomplex des Casino Luxembourg zu sehen. Die Praxis der aus dem Dokumentar- und Spielfilmbereich kommenden Künstler dreht sich um Fragen der Vermessung und der Betrachtung der Welt. Ihre Hinterfragung von technischer Entwicklung, Zeit und Größenverhältnissen führt sie über den menschlichen Maßstab hin zu einem Bild ausserhalb der Welt.

+ Info: http://www.casino-luxembourg.lu/de/Ausstellungen/The-Unmanned

Casino Luxembourg - Forum d'art contemporain
41, rue Notre-Dame, L-2240 Luxemburg
Luxemburg

20.02.14 bis 02.06.14

Dorothy Iannone. This Sweetness Outside of Time. Gemälde, Objekte, Bücher 1959 bis 2014

Dorothy Iannone. This Sweetness Outside of Time. Gemälde, Objekte, Bücher 1959 bis 2014

In der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nimmt die US-Amerikanerin Dorothy Iannone eine besondere Stellung ein. Sie vereinigt in ihrem Werk, das sich inzwischen über fünfzig Jahre erstreckt, Malerei und Bilderzählung, autobiografisches Schreiben und Filmen. Seit den 1960er Jahren gilt sie als eine Pionierin im Kampf gegen Zensur, für freie Liebe und weibliche Sexualität. Künstlerisch und konzeptuell geht sie bis heute kompromisslos ihren eigenen Weg.

Dorothy Iannones großes Thema ist die ekstatische Liebe. Die Gemälde, Bilderzählungen, Texte und Bücher dieser Vorreiterin für die sexuelle und intellektuelle Emanzipation der Frau speisen sich kompromisslos aus dem eigenen Leben. Iannones Kunst wurde immer wieder wegen angeblich pornografischer Inhalte zensiert. Doch ist unübersehbar, dass ihre Darstellungen der geschlechtlichen Vereinigung von Frau und Mann eine mysthische Dimension besitzen, die von einer geistigen wie körperlichen Einheit der Gegensätze ausgeht. Hier verankert sich ihre Bildwelt in der Kulturgeschichte und interpretiert auf eine moderne und persönliche Weise Aspekte vorderasiatischer Religionen, etwa des Buddhismus.
Die Retrospektive hat sich zum Ziel gesetzt, die Intermedialität und radikale Subjektivität dieses einzigartigen künstlerischen Lebenswerks abzubilden, in welchem Bild, Text, Film und Klang immer wieder komplexe Beziehungen eingehen. Es ist ein zentrales Anliegen der Ausstellung, die innovative Kraft und das Zeitgenössische der Kunst Dorothy Iannones heraus zu arbeiten und sie einem breiten Publikum bekannt zu machen.

Ausstellung mit freundlicher Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds Berlin.

Eröffnung: 19.02.2014 um 19 Uhr

http://www.berlinischegalerie.de/ausstellungen-berlin/vorschau/dorothy-iannone/

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124 - 128, 10969 Berlin
Deutschland

07.03.14 bis 06.06.14

Façades & Vitrines – Fotografien von stephan Vanfleteren

Façades & Vitrines – Fotografien von stephan Vanfleteren

Die Galerie Hilaneh von Kories zeigt vom 07. März bis zum 06.06.2014 die jüngste Werkserie von Stephan Vanfleteren. An dem Projekt „Façades & Vitrines“ hat der belgische Fotograf zwar während der letzten zehn Jahren gearbeitet, doch machte er lange Zeit aus dieser Arbeit ein Geheimnis, in das er nur wenige Vertraute einweihte. Und er überrascht mit Farbaufnahmen! Der für seine schwarzweißen melancholischen Stimmungsbilder und wunderbaren Porträts bekannte Vanfleteren kommt in dieser Serie dafür ganz ohne Menschen aus: auf unzähligen Reisen und Streifzügen durch Belgien fotografierte er Geschäftsfassaden, die wie aus der Zeit gefallen scheinen. In Kleinstädten und Dörfern, aber auch in Städten wie Brüssel oder Antwerpen fand er seine Motive. Kleine selbständige Geschäfte standen dabei im Mittelpunkt seines Interesses. Darunter sind Lebensmittelläden, Bäckereien oder Schlachtereien ebenso zu finden, wie Fachgeschäfte für Kameratechnik, Schuhe oder auch Sexshops. Nicht zu vergessen die kleinen Cafés und Kneipen, die genauso individuell gestaltet wurden. Die Beschriftungen und Namen der Geschäfte, die häufig noch gemalten Reklameschilder und Werbetafeln ergeben zusammen mit den von den Spuren der Zeit stark mitgenommenen Fassaden ein spezielles Gesamtbild, das vom Charme der Vergangenheit lebt. Stephan Vanfleteren hat ein besonders Gespür für die Poesie der Vergänglichkeit. Die Details seiner Fotografien, die abblätternden Farben, verwitterte Materialien und Plakatabrisse, die Alltagspatina und vor allem die daraus erwachsene besondere Farbigkeit sind von ihm in stimmigen Fassadenporträts festgehalten worden.

Vanfleterens Fotografien sind eine ganz persönliche Inventarisation und Dokumentation des unwiederbringlichen Verlustes der lokalen Geschäfts- und Händlertradition in einer sich immer schneller globalisierenden Welt. In Zeiten, in denen die Innenstädte und Fußgängerzonen zunehmend veröden und von den immer gleichen Ladenketten dominiert werden, hat Vanfleteren den persönlichen, inhabergeführten Geschäften ein Denkmal gesetzt.

Mit fotografischen Mitteln wendet er sich gegen eine fortschrittsgläubige Gesichtslosigkeit und rückt das Einzigartige, Skurrile in den Blickpunkt. Auch und gerade mit dem Wissen, dass es verschwinden wird. „Au Tout Va Bien“ ist auf der Fassade noch zu lesen, doch die Rollläden sind verschlossen, die frühere Nutzung scheint aufgegeben. Die Aufnahme wird bei Vanfleteren zu einer abstrakten Komposition aus Fassadenteilen, die nichts über das dahinter liegende Ladengeschäft verraten. Leere Schaufenster, vernagelte Eingänge, oft scheinen die Fassaden als Zeugen der vergangenen Geschäftigkeit nur noch auf den Abriss zu warten. Doch manchmal leben sie noch und trotzen der Veränderung, wie zum Beispiel das kleine Schuhgeschäft „Au Palais de la Pantoufle“ in Brüssel, das mit rührender Behaglichkeit und unverwüstlicher Schaufenstergestaltung auf Kundschaft wartet. 38 ausgewählte Fotografien sind nun in der Galerie Hilaneh von Kories zu sehen: Momente der Vergänglichkeit als einzigartige Sammlerstücke der Gegenwart.

Aus der Werkserie entstand auch ein besonderes Künstlerbuch, das im März des letzten Jahres in der Buda-Fabrik im belgischen Kortrijk präsentiert wurde. Eine spektakuläre Installation, denn jeder einzelne Band aus der Auflage mit 666 Exemplaren ist mit einem Bleimantel versehen, in den Titel und Editionsnummer geprägt sind. Diese Bücher waren Baumaterial für ein ganzes Haus: ein Denkmal für die verschwindende Fassadenkultur, die Vanfleteren fotografisch dokumentiert hatte. Im Inneren wurden dann einzelne Fotografien präsentiert. Während der laufenden Ausstellung sollte das Haus langsam wieder abgetragen werden, und jeder Käufer hätte einen Baustein, sein persönliches Exemplar, aus der Installation herausnehmen können. Doch diese Idee ließ sich nicht mehr umsetzen, schon bei der Vernissage waren alle Bücher verkauft und sind bereits heute gesuchte Raritäten.

Stephan Vanfleteren (Jahrgang 1969) gehört zu den renommiertesten Fotografen Belgiens. Nach seinem Fotografie-Diplom an der Kunsthochschule Sint-Lukas in Brüssel begann 1993 seine Karriere als freiberuflicher Fotograf. In seiner oft radikalen schwarzweißen Bildsprache arbeitet er sowohl für belgische, als auch für internationale Zeitungen und Magazine (u.a. The New York Times, Le Monde, Paris Match, Die Zeit). Sein Blick richtet sich weit über Belgiens Grenzen hinaus, um faszinierende Menschen und Landschaften zu fotografieren. Seine typische Schwarzweiß-Fotografie, meist in der Mischung aus Melancholie und Nostalgie, ist zu seinem Markenzeichen geworden, sie zeigt sich in Serien aus der ganzen Welt: Bilder aus Kolumbien, den USA, Äthiopien, dem Kosovo, Afghanistan. Sein scharfes Auge für die Besonderheiten des Alltags brachte ihm etliche Ehrungen und Auszeichnungen (u.a. World Press Photo Awards, Henri Nannen Preis 2011). Vanfleterens Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert und in vielen Büchern veröffentlicht: neben „BELGICUM“ u.a. „Flandrien“, „Tales of a Globalizing World“, „Portret 1989-2009“ oder „Elvis & Presley“.
Die Ausstellung „Belgicum“ präsentierte die Galerie Hilaneh von Kories bereits von November 2011 bis März 2012 mit großem Erfolg.

„Façades & Vitrines“ – Fotografien von Stephan Vanfleteren
07. März 2014 – 06. Juni 2014
Di. – Fr. 14:00 – 19:00 u.n.V.

Galerie Hilaneh von Kories
Stresemannstr. 384a im Hof
22761 Hamburg
040/4232010

Galerie Hilaneh von Kories
Stresemannstr. 384a im Hof, 22761 Hamburg
Deutschland

08.03.14 bis 10.05.14

KATHARINA SIEVERDING - NEW WORKS

 KATHARINA SIEVERDING - NEW WORKS

Galerie Wilma Tolksdorf präsentiert neueste Arbeiten der Künstlerin Katharina Sieverding aus den Werkreihen SPIEGEL Boxes, 2013, Invitation Boxes, 2013 und Ohne Titel, 2013 die zuletzt in der vielbeachteten Ausstellung KATHARINA SIEVERDING – WELTLINIE 1968-2013 im Museum Schloss Moyland gezeigt wurden.

Die in Aufsicht aufgenommenen Fotografien des Zyklus SPIEGEL Boxes, 2013 zeigen mit Spiegel-Magazinen gefüllte Kartons, von denen die oberen zwei Cover gleichzeitig antithetisch und synthetisch in Dialog treten. Katharina Sieverding verweist mit dieser Gegenüberstellung auf die medial vermittelten Bilder, die plakativ die globalen Ereignisse kommentieren und längst Teil des kollektiven Gedächtnisses geworden sind. Dahinter steht nicht nur die Frage nach den Mechanismen des massenmedialen Vokabulars, oder wie die Künstlerin es ausdrückt: “was steckt hinter der Propaganda des Jetzt?”; Es geht Katharina Sieverding hierbei ebenfalls um die periodische Wiederholung politischer und globaler Themen, wie Krieg, atomare Bedrohung, ideologische Kämpfe und ökonomische Machtstrukturen.

Mit der Fragestellung nach der Bildwerdung von geopolitischen Zusammenhängen beschäftigt sich auch der Zyklus Ohne Titel, 2013. Die großformatigen schwarzweiß-Fotografien zeigen Personen politischen und öffentlichen Lebens, deren Gesichter nahezu ikonenhafte Wirkung erlangt haben. Ebenso wie in SPIEGEL Boxes spielt hier die Verbindung von Bild- und Textebene, welche die Prozesse öffentlicher Meinungsbildung offenbart, eine besondere Rolle.

Der Archivgedanke ist ausschlaggebend in der Werkreihe Invitation Boxes, 2013. Katharina Sieverding gewährt einen Einblick in ihre persönliche Sammlung von Einladungskarten – in Kartons geschichtet, nach Jahren sortiert. Wie Zeitkapseln wirken die einzelnen Aufnahmen und halten die Kunstereignisse vergangener Jahre retrospektiv fest. Doch während die SPIEGEL Boxes die Bildsprache der Massenmedien und die Konstruktion der kollektiven Erinnerung als „artifiziell und manipulativ“ entlarven (Magdalena Kröner, FAZ), bilden die Arbeiten der Invitation Boxes dazu einen Gegenpol. Der Bilderflut der Medien wird der Kunstdiskurs entgegengesetzt, der in der Lage ist hinter die Fassade der Bild-Inszenierungen zu blicken und wie Katharina Sieverding es formuliert: „die Optik scharf zu stellen“.

Katharina Sieverding lebt und arbeitet in Düsseldorf, Berlin und Wien. 1972, 1977 und 1982 war sie documenta-Teilnehmerin, fünfmal auf der Biennale Venedig, 1997 präsentierte sie dort den Werkblock Steigbilder I-X, 1997 im deutschen Pavillon und bekam 2004 den Goslaer Kaiserring verliehen. Zu den zahlreichen Ausstellungen zählen Einzelpräsentationen u.a. im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, Warhol Museum, Pittsburgh, Dallas Museum of Art, Walker Art Center, Minneapolis, ICA, Boston, MoMA P.S.1, New York und im SFMOMA, San Francis-co; weiterhin im Museum Folkwang, Essen, dem Van Abbemuseum, Eindhoven, in der Neuen Nationalgalerie, Berlin, in der Kunstsammlung K20 und K21 NRW in Düsseldorf, in den Kunst-Werken KW-Berlin, im Stedelijk Museum Amsterdam und im Musèe d’Art Moderne Paris.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Galerie Wilma Tolksdorf unter 069 – 430 594 27 oder office@wilmatolksdorf.de

GALERIE WILMA TOLKSDORF
Hanauer Landstrasse 136, 60314 Frankfurt am Main
Deutschland

19.03.14 bis 27.04.14

Ausstellung: Gilles Pegel - Untitled

Ausstellung: Gilles Pegel - Untitled

Der Künstler Gilles Pegel zieht anhand seiner Installation “Untitled” Parallelen zwischen zeitgenössischen Informationstechnologien und der Ausstellung “The Unmanned” von Fabien Giraud und Raphaël Siboni.

Durch die durchgehende vierseitige chromakey-Wandbemalung – in Anlehnung an die Bluescreentechnik der Fernsehstudios – und die vorhandenen QR Codes zieht Gilles Pegel uns in eine Kunstwelt. Der Besucher wird aufgefordert die Installation zu entschlüsseln und die Wahrnehmung von realer Erfahrung und Information zu hinterfragen. Gehören die vorgegebenen Symbole der Realität oder der Fiktion an?

http://www.casino-luxembourg.lu/de/Agenda/Labo-Untitled

Casino Luxembourg - Forum d'art contemporain
41, rue Notre-Dame, L-2240 Luxemburg
Luxemburg

28.03.14 bis 24.05.14

Detlef Orlopp »Im Licht des Gletschers«

Detlef Orlopp »Im Licht des Gletschers«

Detlef Orlopp »Im Licht des Gletschers«
28. März – 24. Mai 2014
Eröffnung Stuttgart: Donnerstag, 27. März 2014, 19 – 21 Uhr
Einführung Dr. Dietrich Heissenbüttel
Künstlergespräch 8. Mai 2014, 19.30 Uhr mit Dr. Dietrich Heissenbüttel

Er schwieg einen Augenblick. Lauschte der Wüstenstille. Einem Labyrinth aus Stille. Hob den Kopf zum rätselhaften Mond, zu den majestätischen Platten auf den Gipfeln des Îdenan, dessen geheimnisvolle Majestät durch das Licht des Mondes noch verstärkt wurde. „Das allein schon genügt. Die Schönheit des Vollmonds und das rätselhafte Licht des Berges. Diese Stille. Lausche doch dieser Stille, du Tor. Genügt denn das alles nicht als Grund zum Leben? Genügt dir das nicht als Rechtfertigung, glücklich zu sein … ?“ Ibrahim al-Koni, Die Magier, 2001

Eine Eigenschaft der Fotografien Detlef Orlopps scheint darin zu bestehen, dass sich ihnen nur schwerlich Eigenschaften zuschreiben lassen. Seinen detailvollen, bildfüllenden Berg- oder Seelandschaften mit ihrem hohen Horizont fehlt jeder Hinweis auf menschliche Gegenwart. Diskret und zurückhaltend registriert er strukturelle Ereignisse zwischen Schwarz und Weiß, in denen sich romantische Erfahrungen des Erhabenen verdichten und auf ursprünglich Irdisches verweisen.

Detlef Orlopp nimmt eine Perspektive ein, die eine Hierarchie von Bedeutung geradezu ausschließt. Es entsteht „eine fast gleichmäßig zu nennende Zeichenstruktur, die vom Licht erzeugt wird, das jede Bodenerhebung mit einem Schlagschatten versieht“ (Peter Weiermair). In der Distanziertheit, die jeder Einmischung entsagt, liegt eine Leere und Ruhe, die diese Konkrete Fotografie mit einer Transzendenz in Verbindung bringt, die von jedem Glauben entbunden ist.

Neben seiner Landschaftsfotografie portraitiert Detlef Orlopp seit den 60er Jahren auch Menschen. Wie die Natur sich von konkreten topografischen Orten zu Zeichen der Landschaft entwickelt, so scheinen auch seine Portraits jenen zugleich distanzierten und doch die Nähe aufspürenden Blick zu spiegeln und die konkreten Personen zu Zeichen des Menschseins werden zu lassen. Die Ausstellung schließt Orlopps Portraitserie zu Max Bense ein, der bereits 1967 Fotografien von Detlef Orlopp in der von ihm geleiteten Studiengalerie der Technischen Hochschule Stuttgart zeigte.

Detlef Orlopp, geb. 1937 in Elbing/Westpreußen, studierte an der Staatlichen Höheren Fachschule für Photographie in Köln und der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken bei Otto Steinert, dem er 1959 an die Folkwangschule in Essen folgte. 1961 erhielt er einen Lehrauftrag an der Werkkunstschule in Krefeld, an die Orlopp 1973 bis zu seiner Emeritierung zum Professor für Fotografie und Film berufen wurde. Im Zuge des Ankaufs des fotografischen Werks von Detlef Orlopp widmet ihm das Museum Folkwang Essen 2015 eine umfangreiche Retrospektive.

Detlef Orlopp »30.8.82«, Schwarzweißfotografie, Bromsilbergelatine, 25,8 x 25,3 cm, Vintage

Parrotta Contemporary Art
Augustenstrasse 87-89, 70197 Stuttgart
Deutschland

29.03.14 bis 24.08.14

HERMANN J. PAINITZ. SELBSTVERSTÄNDLICH

HERMANN J. PAINITZ. SELBSTVERSTÄNDLICH

Ab 29. März 2014 zeigt ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH die erste umfangreiche Retrospektive von Hermann J. Painitz in der Shedhalle im Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten. Unter dem Titel „Selbstverständlich“ vermittelt die Ausstellung anhand der wichtigsten Werkgruppen von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart die Besonderheit dieses ebenso vielseitigen wie konsequenten Œuvres, das einem analytisch-formalistischen Gestalten verpflichtet ist.

Am Beginn von Hermann J. Painitz’ künstlerischem Schaffen in den 1960er-Jahren stehen zunächst Bilder und Plastiken, die sich, auf Zahlenreihen und gleichförmigen, farbigen Elementen basierend, mit Themen wie Serie, Rhythmus, Reihe beschäftigen. Im Sinne einer „logischen“ Kunst folgen die Werke inneren Gesetzmäßigkeiten, die durch individuelle Zeichensysteme visualisiert werden und sich schließlich in „gegenständlichen Alphabeten“ oder codierten Schriftbildern manifestieren.
Painitz’ Selbstverständnis als Künstler ist maßgeblich von der (Sprach-)Philosophie des Wiener Kreises und einem konzeptuellen Ansatz geprägt, bei dem es primär um die Entwicklung einer neuen Bildsprache und die Ausschaltung jeglicher individueller Willkür geht. Hermann J. Painitz ist das Bild eine Schautafel für unabänderliche Ordnungen.
Seine ab den 1970er-Jahren entstandenen „Statistischen Portraits“ sind von Otto Neuraths „Wiener Methode der Bildstatistik“ beeinflusst. Ähnlich wie Neurath, dem es darum ging, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge einfach, plakativ und für jedermann verständlich darzustellen, versucht Painitz mit Hilfe von Diagrammen, Piktogrammen und Organigrammen Sachverhalte, die in der Dingwelt nicht sichtbar sind, zu veranschaulichen bzw. neue visuelle Codes zu entwerfen, die an Stelle von uns vertrauten Zeichen gesetzt werden. Das führt ihn schließlich zu den „gegenständlichen“ Alphabeten, bei denen Buchstaben durch bestimmte Gegenstände ersetzt werden wie z. B. in seinem „Brotalphabet“ (1975), wo jeder Buchstabe jeweils einem Gebäck von spezifischer Form entspricht. Selbst die Merkmale verschiedener Vögel hat Painitz in einer gleichnamigen Werkgruppe nach von ihm erstellten Kriterien in ein abstraktes Zeichensystem übersetzt.

Dechiffrierung ist daher eine Schlüsselkategorie, wenn es um die adäquate Rezeption seines Werks geht.

Sein Schaffen beschränkt sich aber nicht allein auf die bildnerische Tätigkeit, sondern beinhaltet auch zahlreiche theoretische Texte, wie z. B. seine dadaistisch anmutenden Manifeste, seine seriellen Gedichte oder Ausstellungskonzeptionen, die er insbesondere in seiner Funktion als Präsident der Wiener Secession in den Jahren 1977 bis 1983 erarbeitet hat.

Mit besonderem Fokus auf das Werk der 1960er- und 1970er-Jahre vermittelt die von Alexandra Schantl kuratierte Ausstellung erstmals einen repräsentativen Überblick über Painitz‘ Schaffen, wobei auch seine Manifeste, nicht realisierte Bildkonzepte und Entwürfe für Arbeiten im öffentlichen Raum vorgestellt werden. Seine methodische Arbeitsweise wird durch exemplarische Gegenüberstellungen von Notation und ausgeführtem Werk illustriert.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog der erstmalig das künstlerische Werk von Hermann J. Painitz umfassend wissenschaftlich und kunsthistorisch aufarbeitet.

ORT
ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH
Landesmuseum Niederösterreich, Shedhalle
Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten

ÖFFNUNGSZEITEN
Di – So, 9 – 17 h

ERÖFFNUNG
Freitag, 28. März 2014, 19 h

BESUCHERINFORMATION
Niederösterreichische Museum Betriebs GmbH
ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH
St. Pölten | Krems
Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten
T + 43 2742 90 80 90 und office@zeitkunstnoe.at
www.zeitkunstnoe.at

EINTRITT
Erwachsene: 5,50 €
Ermäßigt: 4,50 €
Familienkarte: 11 €
Kinder und Jugendliche (von 7 bis 18 Jahre): 3,50 €

Bildlegende: ZKN_Painitz_01.jpg, Hermann J. Painitz, František (Frank) Kupka, 2001, Acryl/Leinen, © Land Niederösterreich, Bildrecht, Wien, 2014, Foto: Christoph Fuchs

ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH
Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten
Österreich

04.04.14 bis 01.06.14

Oblick - Festival für Fotografie Strassbourg

Festival Oblick – Dialog der Fotografie findet im Herzen von Europa, in Straßburg statt. Im Fokus des Festivals steht die Umsetzung von Ausstellungen und die Begegnung zwischen jungen Fotografen, Profis der Szene und der grossen Öffentlichkeit. Über 2 Monate hinweg werden auf beiden Seiten des Rheins die Dynamik französischer, deutscher und schweizer Fotokünstler in Ausstellungen und Höhepunkten zu entdecken sein.

Drei international bekannte Künstler, Charles Fréger, Jürgen Klauke und Beat Streuli werden in monografischen Einzelausstellungen inhaltlich zum Thema Identität in Beziehung gebracht.

Der Preis Oblick, internationaler Preis der jungen Fotografie, bringt die zeitgenössische Fotografieszene der drei grossen Länder in einen Dialog und zeichnet die künstlerische Arbeiten 9 junger französischer, deutscher und schweizer Fotokünstler aus.

Das Format der gute Aussichten_plattform5 ermöglicht jungen Profis, Experten aus der Welt der Fotografie zu treffen und profesionnelles Feedback auf ihre Arbeit zu erhalten.

Nicht zuletzt, O’Nacht, Nacht der Fotografie im Eurodistrikt, kommt und entdeckt in den Strassen des Zentrum von Offenburg die Dynamik der europäischen Fotografie Kunstszene !

La Chambre 4 place d’Austerlitz 67000 Strasbourg France
4 place d’Austerlitz 67000 , 67000 Straßburg
Frankreich

Nicht Kategorien

10.04.14 bis 25.05.14

OM-D: PHOTOGRAPHY PLAYGROUND

OM-D: PHOTOGRAPHY PLAYGROUND

Der OM-D: PHOTOGRAPHY PLAYGROUND, der im vergangenen Jahr mehr als 27.000 Besucher in die Berliner Opernwerkstätten gelockt hat, öffnet am 10.4.2014 erneut seine Tore in Berlin Mitte. Die Besucher sind eingeladen, mit der OM-D E-M10 fotografisch neue Welten zu entdecken. In diesem Jahr präsentieren u. a. die Künstler Leandro Erlich, Clemens Behr, Maser und Philip Beesley, die Künstlerkollektive AlexandLiane, ANNA BURNS and THOMAS BROWN sowie Transforma in den Berliner Opernwerkstätten in der Zinnowitzer Straße 9 auf einer Gesamtfläche von 7.000 m² ihre Installationen. Öffnungszeiten täglich 11:00 bis 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter: www.photographyplayground.de.

Move into a new world – in den Berliner Opernwerkstätten
Der OM-D: PHOTOGRAPHY PLAYGROUND lädt die Besucher ein, neue Welten zu entdecken, auf einem Spielplatz der Sinne zu experimentieren und Ungewohntes zu erleben. Denn die Installationen spielen mit dem Raum, lösen Wirklichkeiten auf und verschieben Dimensionen. Und mitten drin ist der Besucher selbst. Er wird Teil der neuen Welt, kann sich in faszinierenden Arbeiten fotografisch immer wieder anders inszenieren. Er kreiert, schafft Selbstbildnisse – und das getreu seinem Anspruch – in perfekter Qualität. Unterstützt wird er dabei von der neuen OM-D E-M10, die ihm dafür kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Willkommen in einer neuen Welt.

Berliner Opernwerkstätten
Zinnowitzer Straße 9, 10115 Berlin
Deutschland

10.04.14 bis 25.05.14

Veranstaltungen im OM-D: PHOTOGRAPHY PLAYGROUND

Veranstaltungen im OM-D: PHOTOGRAPHY PLAYGROUND

An jedem Donnerstag trifft sich das REFLECTISM FORUM im OM-D: PHOTOGRAPHY PLAYGROUND. Los geht es jeweils um 17:00 Uhr mit Diskussionen, Vorträgen und Workshops rund um das Thema Fotografie. Mehr unter: www.reflectism.com. Freitags wird es live Acoustic Sessions geben: Am 18.4. mit Keishera James und DJ San Gabriel und am 25.4. mit Jen Dale und DJ Stimulus. Über Ostern vom 18. bis 21.4. sowie am Wochenende 26./27.4.2014 wird der Lichtkünstler Daniel Lisson die Besucher ins Light-Painting-Studio einladen und gemeinsam mit Ihnen und der OM-D Light-Painting-Aufnahmen umsetzen. Alle Veranstaltungen unter: photographyplayground.olympus.de/termine.

Opernwerkstätten Berlin
Zinnowitzer Straße 9, 10115 Berlin
Deutschland

11.04.14 bis 30.06.14

Nik Nowak. Echo. GASAG Kunstpreis 2014

Nik Nowak. Echo. GASAG Kunstpreis 2014

Nik Nowak (*1981 Mainz) erhält den GASAG Kunstpreis 2014. Unter dem Titel „Echo“ hat Nik Nowak für die erste große Ausstellungshalle der Berlinischen Galerie eine Soundinstallation entworfen, die den Besucher aktiv einbezieht. Sie thematisiert die neu entstehenden Formen des Privaten und Öffentlichen in Zeiten allgegenwärtiger digitaler Vernetzung. Durch den künstlerischen Einsatz autonomer Roboter-Drohnen stellen sich zugleich Fragen nach den Konsequenzen und der Verschränkung alltäglicher und militärischer Anwendung neuer Technologien.

In seinen Projekten analysiert Nik Nowak Strategien zur akustischen Besetzung von Raum. Die Arbeit mit Soundobjekten und experimentellen Kompositionen setzt er auch in der Berlinischen Galerie fort. Die Ausstellung „Echo“ zeigt Roboter-Drohnen, Soundsysteme und einen Raum, in dem es kein Echo mehr gibt. Das Konzept spiegelt Nowaks fortdauerndes Interesse an Technologien, aber auch an Performance, Musik und subversiven Konnotationen von Tönen wieder. Autonome mobile Soundobjekte, so genannte Echo-Drohnen, interagieren mit den Besuchern, indem sie deren Sprache aufnehmen und auf unterschiedliche Art wiedergeben. Damit steht Nik Nowak in der langen Tradition bildender Künstler, die sich mit Musik und Geräuschen auseinandersetzen.

Der GASAG-Kunstpreis wird 2014 zum dritten Mal in Kooperation mit der Berlinischen Galerie vergeben. Die Partner ehren mit dem Preis alle zwei Jahre eine herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik. Vorherige Preisträger waren: Susanne Kriemann (2010) und Tue Greenfort (2012).

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124 - 128, 10969 Berlin
Deutschland

16.05.14 bis 31.08.14

Silber und Bytes – 175 Jahre Photographie / Zwei zeitgenössische Positionen zur Kunst des Platindrucks in der schaelpic photokunstbar

Silber und Bytes – 175 Jahre Photographie / Zwei zeitgenössische Positionen zur Kunst des Platindrucks in der schaelpic photokunstbar

Silber und Bytes – 175 Jahre Photographie / Zwei zeitgenössische Positionen zur Kunst des Platindrucks in der schaelpic photokunstbar

Claus Dieter Geissler, Köln: Labyrinthe – “Die Irrwege der lebenden Toten”
Keiichi Ito, Tokyo: Gimen no shitade

In unserer zweiten Ausstellung im Rahmen des Jahresprogramms Silber und Bytes – 175 Jahre Photographie stellen wir zwei zeitgenössische Positionen zur Kunst des Platindrucks vor:

Der Künstler Claus Dieter Geissler hat sich mit den Todesmärschen der Opfer des Nationalsozialismus beschäftigt und einen starken, expressiven Zyklus von 25 Platindrucken auf Holz geschaffen, den er in einer wandfüllenden Installation präsentiert. Claus Dieter Geissler lebt und arbeitet auf den Straßen Europas. 1952 geboren fühlt er sich dort seit Anfang der 70er Jahre zuhause. Hier begegnet er den Themen und Geschichten, die ihm die Straßen erzählen. Er versteht sich als Street-Artist, nicht als Street-Photograph – mit den Mitteln der Photographie ist er als bildender Künstler stets auf der Suche nach neuen Wegen.

Die Suggestionskraft und Ästhetik seiner Arbeiten liegt im Indirekten. Sie machen nachdenklich. Nie geht es um das, was abgebildet ist, oft um das, was gerne vergessen wird. Er arbeitet zum einen mit den Materialien und Dingen, die er auf der Straße findet, zum anderen interessiert ihn, wer hier unterwegs ist. Reiseberichte entstehen, abstrakt und eindrücklich. Seine aktuellen Arbeiten bilden dieses Spektrum ab.
Für die Bearbeitung der Abzüge zieht er sich jedoch immer wieder ins eigene Labor nach Köln zurück. Claus Dieter Geissler erhielt Stipendien in Irland und Frankreich, Ausstellungen in Barcelona, Nimes, Liverpool, Moskau und Belgrad, in Holland und Litauen, darüber hinaus in New York und Tokyo. Er ist Mitbegründer und Mitwirkender verschiedener europaweit agierender Künstlernetzwerke und hatte von 2001 bis 2004 ein Atelier in Barcelona.

Im Kontrast zu Geisslers Arbeiten stehen die leisen und zarten Platinprints von uralten Sakurabäumen des japanischen Photokünstlers Keiichi Ito.
Geboren 1950 in Tokio, ist Ito ein photographischer Autodidakt. Der studierte Elektroingenieur und passionierte Bergsteiger befasste sich nur am Rande mit Photographie, um das Aufwachsen seines Sohnes und unwiederbringliche Erfahrungen beim Bergsteigen mit der Kamera zu dokumentieren. Als 1980 sein Schwager unerwartet starb, berührte ihn dieses traurige Ereignis so sehr, dass er über sein bisheriges Leben nachdachte, seinen Beruf als Elektroingenieur aufgab und mit 55 Jahren ein neues Leben als professioneller Photograph begann.

Wie viele andere japanische Photokünstler ist Keiichi Ito fasziniert davon mit den Mitteln der Photographie die Zeit festzuhalten. Die meisten seiner fotografischen Projekte widmen sich diesem Thema. Keiichi Ito versucht dabei jedoch nicht mittels Langzeitbelichtungen möglichst viel Zeit aufzunehmen, vielmehr sucht und findet er Sujets, die die Zeitlosigkeit der japanischen Seele repräsentieren: Jahrhunderte alte Sakurabäume zum Beispiel oder die Hände von japanischen Handwerkern, die als „lebender Nationalschatz” traditionelle Kunstfertigkeiten fortführen und bewahren.

Dabei arbeiten Ito wie Geissler vollständig analog. Ito fotografiert auf Film, entwickelt und belichtet seine Photographien alle selbst. Seine bevorzugte Technik ist die Platin-/Palladiumtechnik angewandt auf speziell beschichtetem japanischen Washi-Papier. Die ausgestellten Prints zeigen verschiedene Sakurabäume, die als „nationale Denkmäler” gelten und meist mehrere hundert Jahre alt sind. Diese Bäume werden mit Stangen gestützt, um die schweren Äste zu entlasten. Diese Motive strahlen in ihrer Gesamtheit und aufgrund der von Keiichi Ito gewählten Platin-/Palladiumtechnik eine zeitlose, in sich ruhende Ästhetik aus, die den Betrachter einlädt, sich mit den zahllosen Details der Motive zu beschäftigen und selbst zur Ruhe zu kommen.

Keiichi Itos Serie über Jahrhunderte alte Sakurabäume umfasst zehn Platin-/Palladiumprints, die wir in Zusammenarbeit mit der Micheko Galerie aus München erstmals in Deutschland präsentieren.

175 Jahre nach Vorstellung der Daguerreotypie, des ersten praxistauglichen Verfahrens der Photographie, widmet sich die Kölner schaelpic photokunstbar im Medienviertel rund um die Schanzenstraße im Laufe dieses Jahres mit einem Schwerpunktprogramm dem Jubiläum der Photographie. Im Zentrum stehen dabei vier Ausstellungen mit fünf Photokünstlern aus Wien, Tokyo, Köln und Basel, die mit alten und modernen Verfahren der Photographie künstlerisch arbeiten. Begleitet werden die Ausstellungen von einem Rahmenprogramm aus Workshops, Künstlergesprächen, Workshops und Filmabenden. (Aktuelles Gesamtprogramm unter www.schaelpic.de).

schaelpic photokunstbar
Schanzenstraße 27 (Nähe E-Werk), 51063 Köln
Deutschland

17.05.14 bis 07.09.14

Hlysnan: The Notion and Politics of Listening

Hlysnan: The Notion and Politics of Listening

Das alt-englische Wort für “Zuhören”, “hlysnan” (heute: listen), betont in seiner Bedeutung das Verständnis von “Aufmerksamkeit schenken”. Im Gegensatz zum Hören oder zum passiven Wahrnehmen von sound, legt die Ausstellung Hlysnan: The Notion and Politics of Listening den Fokus auf die gezielte Aufmerksamkeit, auf Intention und den bewussten Akt des Zuhörens. Hlysnan versteht “Zuhören” als Tatkraft, als Wirksamkeit, Geste, Haltung, als Stellungnahme. Die Ausstellung verzichtet auf musikalische Verweise und visuelle Umsetzungen von Sound und lädt den Besucher ein, komplexe sozio-politische Realitäten und Zusammenhänge durch künstlerische Audio-Praktiken zu erforschen.

http://www.casino-luxembourg.lu/de/Agenda/Hlysnan-The-Notion-and-Politics-of-Listening

Casino Luxembourg - Forum d'art contemporain
41, rue Notre-Dame, L-2240 Luxemburg
Luxemburg

18.05.14

PRÄSENTATION DER MONOGRAFIE HERMANN J. PAINITZ im Rahmen eines Künstlergesprächs mit Dieter Bogner

PRÄSENTATION DER MONOGRAFIE HERMANN J. PAINITZ im Rahmen eines Künstlergesprächs mit Dieter Bogner

Seit 29. März 2014 zeigt ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH die erste umfangreiche Retrospektive von Hermann J. Painitz in der Shedhalle im Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten. Unter dem Titel „Selbstverständlich“ vermittelt die Ausstellung anhand der wichtigsten Werkgruppen von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart die Besonderheit dieses ebenso vielseitigen wie konsequenten Œuvres, das einem analytisch-formalistischen Gestalten verpflichtet ist.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen der erstmalig das künstlerische Werk von Hermann J. Painitz umfassend wissenschaftlich und kunsthistorisch aufarbeitet. Die Präsentation der Monografie von Hermann J. Painitz Œuvres findet im Rahmen eines Künstlergesprächs mit Dieter Bogner (Kunsthistoriker) statt. Für alle die Hermann J. Painitz auch persönlich kennenlernen wollen, findet danach, um 15 Uhr, eine Dialogführung mit ihm durch seine Ausstellung „Selbstverständlich“ statt.

ORT
ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH
Landesmuseum Niederösterreich, Shedhalle
Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten

Sonntag, 18. Mai 2014, 14 Uhr

EINTRITT FREI

ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH, Landesmuseum Niederösterreich, Shedhalle
Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten
Österreich

02.10.14 bis 05.10.14

VIENNAFAIR The New Contemporary 2014: 2. bis 5. Oktober, Messe Wien Das Wiener Kunsthighlight feiert 10-jähriges Jubiläum

VIENNAFAIR The New Contemporary 2014: 2. bis 5. Oktober, Messe Wien Das Wiener Kunsthighlight feiert 10-jähriges Jubiläum

In den vergangenen 10 Jahren hat die VIENNAFAIR The New Contemporary maßgeblich dazu beigetragen, Wien im internationalen Kunstmarkt nachhaltig zu verankern. Nach der besonders erfolgreichen Ausgabe im Jahr 2013, die einen BesucherInnenanstieg um über 30% und sehr gute Umsätze der Galerien brachte, tritt VIENNAFAIR The New Contemporary vom 2. bis 5. Oktober zum zehnten Mal an, diese Entwicklung mit neuen Ideen und erweitertem Konzept für die Zukunft zu sichern.

ZONE1 / REFLECTIONS / BASE AREA
Den BesucherInnen bietet sich eine Fülle von Präsentationen: die etablierten Galerien mit ihrem international anerkannten Programm, junge Galerien, die vielversprechende KünstlerInnen zeigen, die vom Bundeskanzleramt Österreich unterstützte ZONE1 mit Solopräsentationen junger österreichischer KünstlerInnen, der neue Bereich REFLECTIONS, in dem Galerien KuratorInnen einladen können Projekte zu realisieren, und die BASE AREA mit ihren offenen Flächen für raumgreifende Installationen und Performances. Dieses einzigartige Konzept macht die VIENNAFAIR The New Contemporary als Marktplatz für Kunst und Ideen so attraktiv für Kunstinteressierte, KunstsammlerInnen und KuratorInnen.

MIT STARKEN PARTNERN DIE KUNSTMESSE WEITERENTWICKELN
Die Galerien aus Ost- und Südosteuropa und die Sonderschauen, bieten gemeinsam mit den Galerien aus dem Westen eine unverwechselbare ‚Wiener Melange’, die mit den Präsentationen der Galerienszene im Rahmen von curated by_ auch eine lokale Verankerung erfährt. Auch 2014 haben sich die ERSTE BANK, die OMV und das Bundeskanzleramt Österreich entschlossen, die zehnte VIENNAFAIR The New Contemporary mit zu gestalten, um damit die Kunstmesse beständig weiter zu entwickeln.

SAMMLERINNENFORUM 24/7 – COLLECTING The New Contemporary
Zu ihrem 10-jährigen Jubiläum bietet die VIENNAFAIR The New Contemporary mit dem SammlerInnenforum „24/7 – Collecting The New Contemporary“ wieder Einblicke in bedeutende internationale Kunstsammlungen. In den VIENNA TALKS diskutieren VertreterInnen der Kunstszene, was zum Beispiel Galerien und Museen voneinander lernen können oder ob es wirklich eine neue Protestkultur in der zeitgenössischen Kunst gibt. VIENNA DUET und weitere Sonderausstellungen bieten Ausblicke auf die Entwicklungen der jungen Kunstszenen an den Rändern Europas. Führungen und KünstlerInnengespräche für alle Altersgruppen wie VIENNA FAMILY, ermöglichen ganz persönliche Begegnungen mit Kunstschaffenden und ihren Werken. Damit setzt die VIENNAFAIR The New Contemporary ihre Initiative weiter fort, die Kunstmesse für ein breites Publikum zu öffnen.

FORUM FÜR DEN FRIEDLICHEN AUSTAUSCH VON IDEEN UND GESELLSCHAFTSMODELLEN
Kunst verbindet Menschen. Gerade in der aktuellen politischen Situation Ost- und Südosteuropas ist es wichtig, ein Forum für den friedlichen Austausch von Ideen und Gesellschaftsmodellen zu haben. In den vergangenen zwei Jahren konnte ein Messeformat entwickelt werden, das ein interessanter Marktplatz für Galerien aus Ost und West ist, als auch ein Ort, an dem KünstlerInnen und KuratorInnen sich austauschen und neue Konzepte entwickeln. Die internationale Anerkennung, die VIENNAFAIR The New Contemporary damit gefunden hat, ist ein besonderer Ansporn, diese Entwicklung im Jubiläumsjahr weiter voranzutreiben.

ORT
Messe Wien, Halle A, Eingang A
Messeplatz 1, 1020 Wien

BESUCHERINFORMATION
www.viennafair.at
www.thenewcontemporary.com
www.facebook.com/viennafair

ÖFFNUNGSZEITEN
Donnerstag, 2. Oktober 2014: 11 – 19 Uhr
Freitag, 3. Oktober 2014: 11 – 20 Uhr
Samstag, 4. Oktober 2014: 11 – 19 Uhr
Sonntag, 5. Oktober 2014: 11 – 18 Uhr

EINTRITT
€ 12,50 Tageskarte für Erwachsene
€ 09,00 Tagesticket / Vorverkauf und Onlinebuchung
€ 09,00 Tagesticket für KundInnen der Erste Bank
€ 09,00 After-Work-Ticket (Donnerstag/Freitag ab 16 Uhr)
€ 09,00 Ticket für SeniorInnen bei Vorweisen eines gültigen Ausweises
€ 29,00 4-Tagesticket
Freier Eintritt für Kinder unter 14 Jahren und Studierende ab 15 Uhr bei
Vorweisen eines gültigen Studentenausweises.

VIENNAFAIR The New Contemporary
Austrian Sculpture Project
© VIENNAFAIR / Christian Jungwirth

Messe Wien, Halle A, Eingang A
Messeplatz 1, 1020 Wien
Österreich

02.10.21 bis 17.11.21

DANSK MØBELDESIGN. Arne Jacobsen und Poul Kjaerholm für Fritz Hansen

Im Rahmen seines Schwerpunktprogramms zur Designgeschichte des 20. Jahrhunderts präsentiert das WAGNER:WERK Museum Postsparkasse bei freiem Eintritt seine Herbst-Ausstellung „DANSK MØBELDESIGN. Arne Jacobsen und Poul Kjaerholm für Fritz Hansen“.

Dänisches Möbeldesign steht weltweit für zeitlose Eleganz und perfekte handwerkliche Verarbeitung. Einfachheit, Funktionalität, Leichtigkeit, Materialgerechtigkeit und Komfort lassen sich aus der Tradition ursprünglich kleiner, oft über Generationen vererbter Tischlereibetriebe herleiten. Prägend für dieses Image sind meist die Entwürfe der 1950er- und 1960er-Jahre – heute oft Ikonen des modernen Designs, Ausdruck der organischen Formen der Nachkriegszeit und der Potenziale, die sich aus neuen Techniken und Materialien ergaben.
Die Geschichte des dänischen Designs beginnt aber wesentlich früher. Schon im 19. Jahrhundert knüpften Tischlerbetriebe bewusst an lokale Traditionen an und entwickelten einfache, konstruktiv und funktional überzeugende (Sitz-)Möbel – nicht unähnlich den österreichischen Biedermeier-Möbeln, die ebenfalls auf neue Nutzergruppen, geänderte Bedürfnisse und kleinere Wohnräume reagierten und neue Produktionsweisen einführten: Nicht zufällig spielten beide Länder auch bei der Entwicklung von Bugholzmöbeln eine führende Rolle.
Neben Verner Panton waren insbesondere Arne Jacobsen und Poul Kjaerholm für den Welterfolg des dänischen Designs verantwortlich. Spätestens bei diesen Meistern des Möbeldesigns muss auch eine Firma genannt werden, die wie keine andere für die Kontinuität dieser Möbelproduktion steht: Fritz Hansen.

ÖFFNUNGSZEITEN
Mo–Fr 9-17 Uhr, Sa 10–17 Uhr
Geöffnet: Nationalfeiertag 26. Oktober 2012
Geschlossen: Allerheiligen 1. November 2012

EINTRITT FREI in die Sonderausstellung

BESUCHERINFORMATION
www.ottowagner.com
T +43 1 534 53 – 33825

WAGNER:WERK Museum Postsparkasse der BAWAG PSK,
Georg Coch-Platz 2, 1018 Wien
Österreich