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25.06.14 bis 28.01.15

Ägypten – Im Spiegel der Zeitlosigkeit. Fotografien von Loïc Bréard

Ägypten – Im Spiegel der Zeitlosigkeit. Fotografien von Loïc Bréard

Ägypten #1, Edfu, 2011 © Loïc Bréard

Die Hamburger HELIOS ENDO – Privatklinik zeigt vom 26. Juni 2014 bis zum 28. Januar 2015 erstmalig das aktuelle Werk des französischen Künstlers Loïc Bréard.
Sein neues Projekt hat der Fotograf und Wahlhamburger Bréard Ägypten gewidmet. In den vergangenen zehn Jahre erkundete er das Land am Nil auf zahlreichen Reisen von Alexandria über Kairo und die Tempel von Luxor und Karnak bis in die kleinen nubischen Dörfer südlich von Assuan. Seine analog fotografierten Schwarz-Weiß-Impressionen scheinen aus der Zeit gefallen zu sein. Sie verraten nicht ihre Aktualität. Sie sind ein Spiegel von Geschichte und Tradition, sie legen das Wesen, das Innere eines alten Kulturvolkes frei.

Ganz bewusst sieht der Fotograf davon ab, in seiner Serie das flüchtige, tagespolitische Geschehen festzuhalten, denn er versteht sich nicht als klassischer Bildreporter. Ihn interessiert das Bleibende, das Unvergängliche, der Ausdruck der Jahrhunderte alten Traditionen, der Lauf einer sich anscheinend immer wiederholenden Geschichte, die er nicht nur im alltäglichen Leben, sondern auch in den Gesichtern der Menschen ständig neu entdeckt. Bréard ist im besten Sinne ein Flaneur, der sich mit wachen Augen und seiner Kamera treiben lässt, um Straßenszenen und Alltagssituationen festzuhalten, die für fast archaische Konstanten stehen. Da ist der Basar mit seinen Verkäufern und Käufern, der Straßenhändler, der Kameltreiber, der Bauer und die Frauen mit ihren von den Anstrengungen des Alltags gezeichneten Gesichtern – sie alle sind Figuren, die in ihrer Eigenart, ihrem Habitus und ihrer Kleidung schon die ersten Fotografen im 19. Jahrhundert fasziniert haben könnten. Denn auch Ägypten wurde schon sehr früh von europäischen Fotografie-Pionieren bereist, weshalb die Vorstellung vom Orient seit dem 19. Jahrhundert so stark vom abendländischen Blick bestimmt wurde. Bereits ab den 1850er Jahren entdeckten Fotografen aus Frankreich wie Félix Bonfils oder Maxime du Camp, der zusammen mit Gustave Flaubert reiste, aber auch der Engländer Francis Frith das Land.
Loïc Bréard, der mit einer analogen Leica M6 arbeitet, hat sich mit dem Schwarz-Weiß-Film viel vom fotografischen Geheimnis bewahrt. Er hat eine besondere Gabe für malerische Bildkompositionen. Intuitiv erfasst er Linienführungen, das Spiel von Licht und Schatten, was seinen Bildern diese künstlerische Note und charakteristische Bildsprache gibt, die ihn so auch mit historischen Vorbildern in eine Reihe bringen.

Unser Bild Ägyptens hat sich in den letzten Monaten vor allem aus der medialen Bilderflut zum politischen und gesellschaftlichen Umbruch im Land gespeist. Bis heute ist noch unklar, wohin das Land politisch steuern wird. Bréards Fotografien führen uns zurück zu einer humanistischen Bildtradition, die sich ganz auf den neben den Umbrüchen weiter existierenden Alltag der einfachen Menschen konzentriert. Nicht Gewalt und Straßenterror, Bilder von Hoffnung und Verzweiflung sind sein Thema, sondern der Fotograf nimmt wahr, was jenseits der tagesaktuellen Medienbilder liegt. Wenn er die großen chaotischen Metropolen Kairo und Alexandria verlässt und die Dörfer und Wüstenregionen mit den zerbröckelnden Relikten großer ägyptischer Baukunst besucht, wird deutlich, dass hier die Zeit langsamer vergeht und weiterhin unerschütterlich die scheinbar ewigen Traditionen gelten. Denn „nichts verändert die Menschen in der Gleichmut am Rande des großen Flusses und vor dem Hintergrund einer großen Geschichte, Ägypten bleibt sich treu, verändert seine Seele nicht“, so Dr. Thomas Wülfing in seinen Ausführungen zu Bréards Impressionen aus Ägypten.

Die Fotografien laden zu einer sehr persönlichen Erkundung eines Landes ein, das dem westlichen Menschen rätselhaft bleibt, so wie auch der Bau der Pyramiden für Forscher noch lange ein Rätsel sein wird. Loïc Bréard setzt den Menschen des Landes mit seinen Bildern ein Denkmal: in ihren Gesichtern spiegeln sich Würde und Respekt, aber eben auch die lange stolze Geschichte Ägyptens.

Loïc Bréard wurde in Nantes in der Bretagne geboren und studierte Malerei und Bildhauerei an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris. Seit 1998 widmet er sich der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie in den Bereichen Porträt, Reportage, Landschaft und Architektur. Seine fotografischen Projekte führten ihn in die entferntesten Regionen der Welt. Die Serie El Rocío (Sevilla, Spanien, 2006), welche auch als Buch publiziert wurde, fand international hohe Anerkennung.

Zur Ausstellung „Ägypten – Im Spiegel der Zeitlosigkeit“ ist ein Bildband in Planung.

Aussstellungsort:

HELIOS ENDO – Privatklinik
Holstenstraße 2
22767 Hamburg

8. Etage, täglich von 10 -18 Uhr

040 3197-1225

HELIOS ENDO – Privatklinik
Holstenstraße 2, 22767 Hamburg
Deutschland

10.07.14 bis 11.01.15

Installation »bios [torah]«

Installation »bios [torah]«

Ein Industrieroboter schreibt eine Tora. Er greift dabei nicht etwa auf digitale Drucktechniken zurück, sondern eignet sich den menschlichen Schreibakt an. Mit Schreibfeder und Tinte versehen, zeichnet er in der Geschwindigkeit der menschlichen Handschrift insgesamt 304.805 hebräische Buchstaben auf eine rund 80 Meter lange Papierrolle.

Die Installation »bios [torah]« der Künstlergruppe robotlab verweist auf die Tätigkeit des Tora-Schreibens, die in der jüdischen Tradition von einem eigens dafür ausgebildeten Schreiber, dem Sofer, verrichtet wird. Während der Sofer die Heiligkeit der Schrift garantiert, unterstreicht die Installation deren industrielle Reproduzierbarkeit. Sie simuliert eine jahrhundertealte Kulturtechnik, die von den medialen Entwicklungen längst eingeholt wurde.

Die Tora, die von dem Industrieroboter geschrieben wird, ist nicht koscher: Ihre Entstehung entspricht weder den materiellen noch den immateriellen Erfordernissen des jüdischen Religionsgesetzes. Der Roboter unterscheidet nicht zwischen Pergament und Papier. Er kennt auch keine Segenssprüche. Er schreibt, was und wie er programmiert wurde.

Der Titel der Installation weist auf eine elementare Komponente der Computertechnik, das Basic Input Output System (BIOS) hin. BIOS ist das System, auf dem alle Programme eines Computers aufbauen. Es ist für die Entwicklung der Maschine von ebenso fundamentaler Bedeutung wie die Schrift für die Kulturgeschichte des Menschen.

Die Künstlergruppe robotlab setzt sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Maschine auseinander. In ihren Installationen und Performances im öffentlichen Raum kommen immer wieder Industrieroboter zum Einsatz. robotlab schaffen experimentelle Anordnungen, die neue Perspektiven auf den Körper und die mechanischen Bewegungen von Robotern ermöglichen. Sie antizipieren damit den Blick in eine Zukunft, in der Roboter zum sichtbaren Bestandteil gesellschaftlichen Alltags geworden sind.

robotlab / Matthias Gommel, Martina Haitz, Jan Zappe
bios [torah] (2007/14), Roboterinstallation
Mitarbeit hebräische Kalligrafie und Satz: Sahar Aharoni, Karlsruhe

Mit freundlicher Unterstützung von:
ZKM Karlsruhe, KUKA Augsburg, LAMY Heidelberg, PAPIER UNION Karlsruhe, CORDIER Papier Bad Dürkheim, WINTOPO Biggleswade/UK

Ort: Jüdisches Museum Berlin, Eric F. Ross Galerie
Eintritt mit dem Museumsticket 8 €, erm. 3 €

Für weitere Informationen:
http://www.jmberlin.de/index.php

Foto: Die Roboter-Installation »bios [torah]« © robotlab

Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin
Deutschland

29.08.14 bis 29.11.14

B L A N K __ S P A C E

B L A N K __ S P A C E
29. August bis 29. November 2014

Evelina Cajacob | Lucinda Devlin | Antje Dorn | Paco Fernández | Thomas Florschuetz | Claus Goedicke | Caroline von Grone | Carla Guagliardi | Marta Guisande | Aino Kannisto | Laura Letinsky | François Morellet | Simone Nieweg | François Perrodin | Tanya Poole | Qiu Shihua | Lee Ufan | Jan Wawrzyniak | Peter Wegner

Die Galerie m zeigt vom 29. August bis 29. November in der Ausstellung BLANK__SPACE Werke von 19 Künstlern, die in einen Dialog über „Leere“ und „Nichts“ gesetzt werden. Die Ausstellung zeigt auf, wie facettenreich und individuell die Künstler solche Aspekte in ihre Werke einbeziehen. Dabei stellt sich fast von selbst die Frage danach, was es eigentlich bedarf, um von Leere sprechen zu können. So entfaltet sich nicht nur ein reizvolles Spiel zarter Schattierungen von Weiß, Transparenz und Licht, sondern auch von Linien, Flächen, Räumen und Materialien. Neben zwei Neonarbeiten von François Morellet werden auch Installationen von Carla Guagliardi, Evelina Cajacob, Antje Dorn und Jan Wawrzyniak gezeigt, welche die Künstler vor Ort für die Ausstellung realisiert haben.

Galerie m Bochum
Haus Weitmar, Schlossstr.1a, 44795 Bochum
Deutschland

20.09.14 bis 29.11.14

Timm Rautert «Neue Arbeiten I Manhattan Mirror, New York I The Final Program, Campo S. Angelo, Venedig»

Timm Rautert «Neue Arbeiten I Manhattan Mirror, New York I The Final Program, Campo S. Angelo, Venedig»

Stuttgart 20. September – 29. November 2014
Eröffnung Freitag, 19. September 2014, 19 – 22 Uhr
Einführung Dr. Bertram Kaschek, Kunstwissenschaftler, Technische Universität Dresden, 19:30 Uhr

Der Physiker. Er hatte sein Hotel sehr früh am Morgen verlassen. Im nah am Flughafen Marco Polo gelegenen Hotel Mary konnte er so früh noch kein Frühstück bekommen. Wochen zuvor hatte er in einem komplizierten Experiment diesen Tag mit großer Wahrscheinlichkeit vorhergesehen. Deshalb war er nach Venedig gekommen. Obwohl nicht alt, wurde sein Haar bereits grau. Ehemals schwarz, flog Asche schwerer Gedanken hindurch. Am linken Bein hatte er sich die Achillessehne verletzt, er hinkte ein wenig. Kein Mensch sah es, als er in das Cafe neben dem Hotel Mary trat. Die Gedanken um sein Experiment belasteten Ihn nicht mehr. Nichts war mehr zu ändern. Hier im Cafe, war er wie einer der heimischen Arbeiter, die in der Früh ihren Kaffee tranken. Seine Kleidung unterschied sich kaum von der ihren, sogar den venezianischen Dialekt beherrschte er. Er fragte nicht nach dem Campus S. Angelo sondern nach dem Campo S. Anzolo. Nur so. Er würde Anzolo auch ohne sie finden. (…) Aus: Timm Rautert, The Final Program, Campo S. Angelo, Venezia 2014

In zwei raumgreifend angeordneten Serien, Manhattan Mirror. New York (2012) und The Final Program, Campo S. Angelo, Venedig (2014) verhandelt Timm Rautert die Rolle der Fotografie als Chronistin der Zeit und die Rolle des Fotografen als ambivalente Autorfigur.
Mit Venedig und New York bezieht sich Rautert auf zwei gänzlich gegensätzlich mythologisch aufgeladene Orte. Die analogen schwarz-weiß Aufnahmen des menschenleeren Campo S. Angelo zeigen die Gemäuer und das Pflaster eines Ortes, an dem die Zeit zum Stillstand gekommen zu sein scheint. Die dem fotografischen Akt zugrundeliegende Stillstellung, reflektiert sich hier in der unverklärten Abbildung versteinerter Geschichtlichkeit selbst. Fast könnte man sagen, die Fotografie, als Chronistin der Zeit, die das Abgebildete dem Verfall und Vergessen zu entreißen sucht, brächte sich in diesen Bildern selbst zur Auslöschung, da das, was sie hier einfängt, gerade der Verfall und das Vergessen sind, in dem keine Momenthaftigkeit zu existieren scheint. Einen Hinweis auf eine andere Zeitlichkeit bietet allein die angeschnitten im Bild erscheinende Gebäudeaufschrift UniCredit Banca, von der man nicht weiß ob sie ihr Versprechen noch einlöst. Hinzugefügt sind Wandtexte, die das Geschehen auf den Bildern begleiten und zu Fragen des Dargestellten führen. Die von Rautert verfassten Texte werden im Rahmen der Ausstellung in einem Booklet erscheinen. Im Text geht es um nichts Geringeres als den Untergang. Drei Personen werden bei ihrem Weg zum Campo S. Angelo beobachtet. Dort treffen sie auf eine riesige Menschenmenge, die aus rätselhaften Gründen vom bevorstehenden Weltende angezogen wurde: …..sie würden gemeinsam untergehen, in der schönsten, menschlichsten Stadt der Welt und jetzt war der Himmel wie eine aufgerichtete, riesige Wand…..
Ganz anders, und dabei in gleicher Analogie zu ihrem Sujet, verhält es sich mit Rauterts Fotografien der Serie Manhattan Mirror. Der Titel verweist bereits auf die vielfach eingefangenen Spiegelungen in Schaufenstern einer lebendigen, zum Inbegriff von Modernität gewordenen Stadt, die darin ihre eigene Geschichtlichkeit hat, wie Venedig eine Geschichtlichkeit der Morbidität hat. Häufig sind es Bankgebäude, die Rautert hier fotografiert. Im Hinweis auf ein globales kapitalistisches System stellt sich so auch die Verbindung beider noch so entfernt voneinander liegenden Orte dar. Nicht zuletzt durch eine Fotografie eines frontal aufgenommenen Fensters eines Bank- bzw. Geschäftsgebäudes, in dem sich der Fotograf selbst im Fotografieren festgehalten hat, knüpft Rautert an seine frühe New York – Serie von 1969 an. Seine Fotografien erweisen sich als Eintrittspforten in diskursive Räume und Kontexte, die mit dem Blick allein nicht mehr eingefangen werden können, auch wenn so stark, wie in den New York Fotografien, in omnipräsenten Billboards, an ihn appelliert wird. Rauterts Spiegelungen verweisen zurück auf den Fotografen und damit letztlich auch auf die Betrachtenden seiner Fotografien. Diese sehen sich eigentümlich anachronistisch wirkenden Maschinen gegenüber, die als Bankautomaten oder Münzpressen einem weder orts- noch zeitgebunden Kapital-Flow einen Körper leihen.

Bildunterschrift: Timm Rautert «The Final Program, Campo S. Angelo, Venezia» 2014, Schwarzweißfotografie, Bromsilbergelatine, Blattmaß 50,8 x 40,5 cm

Galerie Parrotta Contemporary Art
Augustenstrasse 87-89
70197 Stuttgart
T +49 711 69 94 79 19
F +49 711 69 94 79 20
mail@parrotta.de
www.parrotta.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag von 11.00 bis 18.00 Uhr
Samstag von 11.00 bis 16.00 Uhr

Parrotta Contemporary Art
Augustenstrasse 87-89, 70176 Stuttgart
Deutschland

27.09.14 bis 22.02.15

K.U.SCH. EINE THEMENPALETTE

K.U.SCH. EINE THEMENPALETTE

Ab dem 27. September 2014 widmet ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH der Künstlergruppe K.U.SCH. die erste umfassende Retrospektive. Unter dem Titel „Eine Themenpalette“ beleuchtet die Ausstellung ausgehend vom Frühwerk alle wesentlichen Aspekte ihres facettenreichen und eigenwilligen Œuvres.

Seit 1972 bezeichnen sich die seit ihrer Heirat 1968 als Duo auftretenden Renate Krätschmer (geb. 1943) und Jörg Schwarzenberger (1943–2013) offiziell als Künstlerkooperative K.U.SCH, der seit 2006 auch ihr Sohn Sito angehört. Ihr vielfältiges Œuvre, das auf die unmittelbare Verknüpfung von Kunst und Leben abzielt, umfasst Objektkunst, Malerei, Zeichnung, Film, Design, Land-Art, Performance und Theater und ist von Anfang an von einem dezidiert gesellschafts- und konsumkritischen Bewusstsein geprägt.

Den eigentlichen Beginn der künstlerischen Zusammenarbeit von Krätschmer und Schwarzenberger markieren Objekte und Möbel, die auf eine intensive Auseinandersetzung mit der Farbenlehre Goethes und Harald Küppers zurückgehen und die Wirkung von Farbe, Form und Linie im Verhältnis zu Raum und Fläche thematisieren. Parallel dazu, angeregt durch das „New American Cinema“, entstanden mehrere experimentelle Filme, die dokumentarische und künstlerische Elemente in sich vereinigen.

1978 übersiedelte das Paar für einige Jahre auf den Strohhof, einen Vierkanthof in Kirnberg bei Melk (NÖ), wo die beiden im Sinne einer ganzheitlich-kreativen Selbstverwirklichung und im Einklang mit den Zyklen der Natur lebten, Gemüse anbauten und Ziegen züchteten. Die eigene Erfahrung des Eingebunden-Seins in die Natur einerseits und die Beschäftigung mit den Kulturen verschiedener Naturvölker andererseits forcierte zunehmend K.U.SCH.‘s Interesse für Rituale und Masken, was schließlich in der Idee ihres Prozessionstheaters kulminierte. Die erste Umsetzung fand unter dem Titel „Annäherung an das Fremde“ 1988 im Rahmen des Donaufestivals in Krems statt. Ähnlich einer Fronleichnamsprozession zogen etwa 50 Mitwirkende nach genauen Anweisungen und mit verschiedenen, von K.U.SCH. gestalteten Masken, Stäben und Schilden ausgestattet, würdevollen Schrittes durch die Kremser Altstadt. An bestimmten Stationen fanden szenische Performances statt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Schaffen von K.U.SCH. ist die mit absurden und zugleich titelgebenden Wortkreationen einhergehende Objektkunst, in der sie auf sarkastisch-ironische Art den Warenfetischismus unserer Zeit zum Thema machen.

Die seit längerem geplante Ausstellung findet bedauerlicherweise in memoriam Jörg Schwarzenberger statt, der nach schwerer Krankheit im Dezember 2013 verstorben ist, aber an der Konzeption noch maßgeblich mitgewirkt hat.

Zur Ausstellung erscheint im Kerber Verlag eine bilinguale Publikation mit Beiträgen von Katharina Blaas-Pratscher, Linda Christanell, Renald Deppe, Bodo Hell, Hartwig Knack, K.U.SCH., Wolfgang Müller-Funk, Christian Reder, Dieter Ronte, Alexandra Schantl und Peter Zawrel.

K.U.SCH. EINE THEMENPALETTE
27. September 2014 – 22. Februar 2015

ORT
ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH
Landesmuseum Niederösterreich, Shedhalle
Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten

ÖFFNUNGSZEITEN
Di – So, 9 – 17 h

ERÖFFNUNG
Freitag, 26. September 2014, 19 h

BESUCHERINFORMATION
Niederösterreichische Museum Betriebs GmbH
ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH
St. Pölten | Krems
Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten
T + 43 2742 90 80 90 und office@zeitkunstnoe.at
www.zeitkunstnoe.at

EINTRITT
Erwachsene: 5,50 €
Ermäßigt: 4,50 €
Familienkarte: 11 €
Kinder und Jugendliche (von 7 bis 18 Jahre): 3,50 €

Bildlegende: K.U.SCH., “Blitz-Art-Schier”, 1980, Acryl/Holz,, Metall, Höhe 150 cm, Landessammlungen Niederösterreich, © Land Niederösterreich, Bildrecht, Wien, 2014, Foto: Rita Newman

ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH Landesmuseum Niederösterreich, Shedhalle
Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten
Österreich

27.09.14 bis 04.01.15

Patrick Bernatchez - Les Temps Inachevés

Patrick Bernatchez - Les Temps Inachevés

Das Casino Luxembourg präsentiert mit “Les Temps Inachevés” eine umfassende Einzelausstellung des Kanadiers Patrick Bernatchez. Zu den bevorzugten Themen des Künstlers zählen seit einigen Jahren die Zeit, wiederkehrende Zyklen oder das Verhältnis zwischen Raum und Zeit. Für seine Arbeiten bedient er sich einer Vielfalt von Medien wie Film, Skulptur, Zeichnung, Installation, Sound. Teil der Ausstellung ist, z.B., das umfangreiche, experimentelle Projekt “Lost in Time”, das der Künstler über mehrere Jahre hinweg entwickelt hat. Herzstück dieses Projektes ist das Werk “BW (Black Watch)”, eine Automatikuhr, die nur Jahrtausende zählt.

Casino Luxembourg - Forum d'art contemporain
41, rue Notre-Dame, L-2240 Luxemburg
Luxemburg

Nicht Kategorien

11.10.14 bis 04.01.15

Eric Schockmel - Macrostructure

Eric Schockmel - Macrostructure

Künstlerprojekt in den historischen Kellergewölben des Casino Luxembourg.

“Macrostructur”e ist eine Multi-Channel Videoinstallation welche auf dem gleichnamigen Kurzfilm “Macrostructure (What If You Created Artificial Life And It Started Worshipping You)” von Eric Schockmel basiert. Das Werk, dessen Design sich an der Formensprache der Videospiele inspiriert, beruht auf Elementen aus dem Bereich Science Fiction, künstliche Intelligenz, Bioethik…

Casino Luxembourg - Forum d'art contemporain
41, rue Notre-Dame, L-2240 Luxemburg
Luxemburg

17.10.14 bis 27.11.14

Ausstellung von Jenny Brockmann und Patrick Luetzelschwab

Ausstellung von Jenny Brockmann und Patrick Luetzelschwab

Jenny Brockmann

Der forschende intellektuelle Eifer, mit dem Jenny Brockmann ihre Werke gleichermaßen als autonomes Objekt und als Lehrbeispiel (im Sinne eines diskursiven Gebildes) entwickelt, ist im Rahmen der Gegenwartskunst ungewöhnlich. Seit Joseph Beuys’ künstlerisches Sendungsbewusstsein verhallt ist, gibt es in Ausstellungen junger Künstler und Künstlerinnen immer weniger „zu lernen“. Künstlerisch als auch politisch Interessierte haben kaum noch Umgang miteinander, obwohl man einander regelmäßig verspricht, sich um gemeinsame Themen zu bemühen. Insofern ist Jenny Brockmann eine Künstlerin des fachgerechten Brückenbaus und der philosophischen Diskurserweiterung. Das historisch Neue der von ihr angestoßenen Debatten liegt in einer Sphäre der Überschneidung von innerkünstlerisch autonomen Aspekten des Kunstwerks mit Fragen der Publikumsbeteiligung am ästhetischen Rezeptions- d.h. in diesem Fall: dem Gestaltungs- bzw. Vollendungsprozess des Werkes.
Jenny Brockmann verzichtet dabei völlig auf Effekthascherei, steht insofern wohl eher in einer deutschen als einer amerikanischen Traditionslinie, und legt besonderen Wert darauf, jedes Kunstwerk Kommunikationsmittel sein zu lassen, um gesellschaftliche Verhältnisse herzustellen. Ich würde sagen: Jenny Brockmann interpretiert und produziert Kunst mit einem Wirklichkeitssinn und im Glauben an deren Möglichkeitssinn. Sie ist Bildhauerin im klassischen wie im Beuysschen Sinne. Daraus folgt: Ihre Kunst ist letztlich menschliches Handeln, selbst dann, wenn es zu Dingen gerinnt. Und sie wirkt auf die Handlungen der Menschen zurück. Wie dieses Wechselspiel funktioniert, das zeigt Jenny Brockmann mittels Erfahrungsräumen, Erklärungsmodellen und Versuchsanordnungen. Seit gut zehn Jahren experimentiert sie mit gewohnheitsmäßigen, ethischen und existentiellen Territorien von Körper, Raum und Leib bis hin zur performativen Erforschung des urbanen Raumes (1). Sie denkt nach über das Wesen des Raums, reflektiert Sein und Leere, Grenzflächen und Nichts.
Häufig hat sie im Denkrahmen organizistischer Fantasien ihre Skulpturen mechanisch animiert, um ihnen einen pseudoorganischen Charakter zu verleihen bzw. sie hat das Menschlich-Organische auf Raumzusammenhänge übertragen, um von der Einheit des Universums zu künden. Kunst vermag sich auf diese Weise an Wirklichkeiten heranzutasten, für die der aufgeklärte Alltagsverstand naturgemäß blind ist.
Christoph Tannert

(1)
In den Projekten „Chronicle of a place“ (2014, Tel Aviv), „East River Expedition“ (2013, New York) und „Istanbul“ (2013). Diese verstehen sich als Momentaufnahmen des Ichs, sind Erlebnis und Reflexion eines subjektiven Erfahrungsraums und brechen den touristischen Blick.

Patrick Luetzelschwab / Text2

Die Wurzeln seiner Kunst liegen im Bereich von Graffiti und Street-Art.
Etwa von 1992 bis 2005 war Patrick Luetzelschwab in der Szene aktiv. Der Übergang in die Atelierperspektive gestaltete sich langsam. Er erfolgte über diverse Angebote der Legalität, etwa Wand-Aufträge. Kein Sprayer arbeitet heute nur illegal. Das illegale „Bombing“ hat den Spirit und kreiert den Namen, die legale Praxis, sofern es gut läuft, den Broterwerb. Und irgendwann wird auch ein Sprüher erwachsen. Heute hat Luetzelschwab Familie und drei Kinder. Das minimiert die Nachtaktivitäten. Aber seine Thematik ist geblieben – die Lust, Emotionen auszuleben, die Arbeit an jenem Tagebuch, das nur der Sprayer lesen kann, auf die Gestaltung des urbanen Raumes als Gegengewicht zur Dominanz der Werbeplakate und dem Grau der Vorstädte. Luetzelschwab hat mit bekannten Sprayern zusammengearbeitet, etwa mit dem zu früh verstorbenen Sigi von Koeding (Künstlername “DARE”) und er hat seinen ästhetischen Horizont erweitert durch ein Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Basel. Doch die Leidenschaft für das Sprühen ist geblieben. Der Verbindung einer Street-Art-Haltung mit veränderten und aktualisierten Ausdrucksmöglichkeiten gilt sein gegenwärtiges Interesse.
Es ist nach wie vor die Welt der verlassenen und abgewrackten Industrieanlagen, Gleis-Arreale und Stellwerke, die ihn anzieht. Luetzelschwab verwendet fotografische Motive, die ein riesiges melancholisches Reservoir bilden, es reicht von Freiheit bis Einsamkeit und impliziert diverse Ebenen ästhetischer Veränderung.
Sein Realismus bringt Subkultur und Hochkultur zur Deckung, die Codes der Tristesse-Überwindung mit dem Kunstmarkt.
Durch die Vernetzung des Sprayens mit den Techniken bildnerischer Modifikation ist Luetzelschwab auf seine Weise ein Reisender, ein Vertreter einer unsteten nonkonformen Seinsweise, der sich von der Durchstrukturiertheit des Lebens emanzipiert hat und ständig Neues kennenlernt, was wiederum seine Bilder beeinflusst.
Der Kopf muss ganz Auge werden, um eintauchen zu können in diese Welt, in der Luetzelschwab das im Rohen und Unzugänglichen Entdeckte mit eigenen Zeichensetzungen verquickt. Auf Grundlage seiner Fotodokumentation entstehen Siebdrucke, gedruckt auf Papier, Leinwand, Holz, Glas und Spiegel, die mit Schablonen und transparenten Spraylacken überarbeitet werden. Auf diese Weise knüpft sich das Draußen an das Drinnen, Betonwand an handliches Bildformat … und Nachtabenteuer und Tagträume zu einem sinnlichen Erlebnis.
Christoph Tannert

galerie gerken
Linienstraße 217, 10119 Berlin
Deutschland

12.11.14 bis 29.11.14

VERLÄNGERUNG DER AUSSTELLUNG INSIGNIFICANT ALTERATIONS_CURATED BY OLGA SVIBLOVA

Der Projektraum KRINZINGER PROJEKTE in der Schottenfeldgasse 45, 1070 Wien verlängert die Ausstellung INSIGNIFICANT ALTERATIONS_CURATED BY OLGA SVIBLOVA im Rahmen von Curated by_vienna 2014: „THE CENTURY OF THE BED“ bis Samstag, den 29. November 2014.

INSIGNIFICANT ALTERATIONS_CURATED BY OLGA SVIBLOVA
Die in der Ausstellung präsentierten Werke stammen von KünstlerInnen, die der Moskauer konzeptuellen Schule angehören: Diese, durch Kontemplation gekennzeichnete, Schule entstand im Zuge der so genannten „Jahre der Stagnation“ der Sowjetunion in den 1970er- Jahren. Sie kultivierte die „typisch russische“ Trägheit, der bereits der Autor Ivan Gontscharow 1859 in seinem klassischen Roman „Oblomow“ Ausdruck verliehen hatte. Ilja Iljitsch, der Protagonist der Geschichte, verbringt die meiste Zeit mit Grübeln und Sinnieren im Bett – im Unterschied zu einem weiteren Hauptdarsteller der Geschichte, dem Deutschen Stolz, der seine Umwelt aktiv zu gestalten trachtet. Oblomow steht für das schlafende Russland, das am Ende vielleicht gar nicht erweckt werden sollte?

Die Ausstellung INSIGNIFICANT ALTERATIONS_CURATED BY OLGA SVIBLOVA behandelt den diesjähren Leitgedanken von curated by_vienna 2014 – The Century of the Bed – , und steht auch in Relation zur langfristig angelegten Reihe Curators Collectors Collaborations (CCC) der Galerie Krinzinger. Kuratiert wurde die Ausstellung von Olga Sviblova, Gründungsdirektorin des Multimedia Art Museum in Moskau.

SAVE THE DATE: CCC PANEL DISCUSSION
Am Freitag, den 21. November 2014 um 19 Uhr diskutiert die Ausstellungskuratorin Olga Sviblova mit German Titov (Künstler, Sammler, Moskau), Yelena Walker (Sammlerin, London), Ursula Maria Probst (Kuratorin, Wien) u.a. im Rahmen der Reihe Curators Collectors Collaborations (CCC) im Projektraum Krinzinger Projekte über die aktuelle Ausstellung, das Verhältnis von Sammeln und Kuratieren und Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Das Projekt CCC vernetzt SammlerInnen und KuratorInnen mit dem Ziel, Ausstellungen auf Basis der jeweiligen Sammlungen zu entwerfen und Perspektiven für die Sammlungspolitik zu reflektieren. Den KuratorInnen wird gestattet mit Werken zu arbeiten, die normalerweise der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Die SammlerInnen wiederum haben die Möglichkeit ihre Schätze einem breiten Publikum zu präsentieren.

ORT
Krinzinger Projekte
Schottenfeldgasse 45, 1070 Wien

AUSSTELLUNGSDAUER
Bis 29. November 2014

ÖFFNUNGSZEITEN
MI – FR, 15 – 19 h
SA, 11 – 14 h

EINTRITT FREI

BESUCHERINFORMATION
KRINZINGER PROJEKTE
Schottenfeldgasse 45
1070 Wien
T +43 1 512 81 42
E krinzingerprojekte@gmx.at
www.galerie-krinzinger.at/projekte

KRINZINGER PROJEKTE
Schottenfeldgasse 45, 1070 Wien
Österreich

Nicht Kategorien

15.11.14 bis 24.01.15

MATTHIAS MEYER

MATTHIAS MEYER

In der zweiten Einzelausstellung von Matthias Meyer zeigt Galerie Wilma Tolksdorf neueste Werke des Künstlers. Als ehemaliger Meisterschüler von Gerhard Richter und Student von Dieter Krieg nimmt Matthias Meyer einen wichtigen Standpunkt in der zeitgenössischen Malerei ein. Werke des Künstlers befinden sich weltweit in bedeutenden Kunstsammlungen und werden international ausgestellt.

Die auf Reisen aufgenommenen oder im Internet vorgefundenen Fotografien von Stadt- und Landschaftsmotiven bilden den Ausgangspunkt für erste vorbereitende Acrylskizzen, auf denen bereits die Komposition und Farbfelder festgelegt werden. Ohne Vorzeichnung überträgt Matthias Meyer dieses Grundgerüst auf die leere Leinwand und schafft somit eine Tiefenstruktur, die nahezu phantasmagorisch durch alle Farbschichten hindurchschimmert.

Die schnelle Malweise des Künstlers, bedingt durch die Nass-in-Nass-Technik mit extrem verdünnter Ölfarbe, manifestiert sich in der Leichtigkeit des Farbauftrags und der durchscheinenden Transparenz einzelner Farbschichten. Die gegenständlichen Assoziationen von Natur- oder Architekturelementen lösen sich letztendlich auf und verlieren sich in der Gesamtstruktur des Bildes.

In seinen neuesten Arbeiten tritt das „hintergründig Atmosphärische“ in den Vordergrund der Malerei von Matthias Meyer. Während in den früheren Werken gegenständliche Assoziationen noch zu erahnen waren, sind sie nun nahezu aufgelöst in den sich überlagernden Farbebenen. Es ist die reine Malerei, der der Betrachter gegenübersteht und sich in ihrer Vielschichtigkeit und Multidimensionalität verliert.

So ist bei der Arbeit „Zürich“, 2014 nicht mehr als ein flüchtiger Eindruck von dem ursprünglichen Motiv einer U-Bahnstation geblieben – das Bild changiert zwischen der tatsächlichen Seherfahrung, die sich in den Glanzstellen der Kunstlichter und in der räumlichen Tiefe des U-Bahnsteigs erahnen lässt, und der kondensierten subjektiven Erinnerung von Matthias Meyer, die in das Medium der Malerei transformiert wurde.

Galerie Wilma Tolksdorf
Hanauer Landstraße 136, 60314 Frankfurt am Main
Deutschland

25.11.14

Lecture and fashion show by Mareunrol’s

Lecture and fashion show by Mareunrol’s

The emerging fashion brand MAREUNROL’S, based in Riga (Latvia), was established in 2005 by designers Marite Mastina-Peterkopa and Rolands Peterkops. They present 2 fashion collections per year and work in different fields of art, creating set designs and fashion installations, directing short movies, and designing costumes for operas and theatre performances.

Winners of the 24th Festival of Photography and Fashion in Hyères 2009, they were the first in the history of the festival to win two main awards at once (Grand Prix L’Oréal and 1,2,3 award). MAREUNROL’S participated in many fashion and art events worldwide such as the Prague Quadrennial of Performance Design and Space (Czech Republic, 2011), Arnhem Fashion Biennial (Netherlands, 2009 and 2013 ), and BARCELONA 080 (Spain, 2009). German magazine Opernwelt, in its annual critics poll, has selected MAREUNROL’S costume design for the opera Eugene Onegin as one of the best artistic achievements in 2012.

The talk by MAREUNROL’S at Casino Luxembourg will be accompanied by an exhibition presenting the autumn/winter collection 2014 and video projections.

The Embassy of the Republic of Latvia to Belgium and Luxembourg cordially invites for a drink and traditional Latvian food after the talk.

Casino Luxembourg - Forum d'art contemporain
41, rue Notre-Dame, L-2240 Luxemburg
Luxemburg

Nicht Kategorien

05.12.14 bis 14.02.15

Stephan Schenk, Kreuzweg

Stephan Schenk, Kreuzweg

Die Serie Kreuzweg von Stephan Schenk umfasst 14 Fotografien, die als Tapisserien gezeigt werden.
Sie behandelt das Thema 1. Weltkrieg aus einer neuen Perspektive.

Galerie m Bochum
Haus Weitmar, Schlossstr.1a, 44795 Bochum
Deutschland

24.01.15 bis 03.05.15

M+M - 7 Tage

M+M - 7 Tage

Mit “7 Tage” präsentiert das Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain eine Einzelausstellung des Künstlerduos M+M (Marc Weis und Martin De Mattia). Im Fokus steht dabei das seit 2009 begonnene Videoprojekt der 7 Tage-Reihe, das auf der Idee der Film-Serie beruht und eindeutige Bezüge zu Kultfilmen hervorruft.
Die sieben Videos, die als Doppelprojektion gezeigt werden, entsprechen jeweils einem bestimmten Wochentag. Wie schon in früheren Werken zerlegen die Künstler die Erzählung in isolierte Szenen und montieren diese zu einem visuellen Loop. Jeder „Tag“ greift eine Schlüsselszene aus einem bekannten Spielfilm auf, die dann von den Künstlern neu interpretiert wird: So verkehren sie bestimmte Parameter in ihr Gegenteil, um die Lesart der Szene zu verändern und sie für neue Deutungen zu öffnen.

http://www.casino-luxembourg.lu/fr/Expositions/7-Tage

Casino Luxembourg - Forum d'art contemporain
41, rue Notre-Dame, L-2240 Luxemburg
Luxemburg

Nicht Kategorien

24.01.15 bis 19.04.15

Resolute - Design Changes

Resolute - Design Changes

Die Ausstellung “Resolute – Design Changes” illustriert den Umgang zeitgenössischer Grafikerinnen und Grafiker mit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.

Die ausgewählten Werke – oder man sollte wohl eher von Projekten sprechen – spiegeln das Bestreben einer neuen Generation von GrafikerInnen wider, gleichzeitig aktiv an der Entwicklung der Gesellschaft und ihres eigenen Berufsstandes teilzuhaben. Sie sind am Puls der Zeit und lassen die Rolle des rein ausführenden Organs weit hinter sich, um Verantwortung zu übernehmen: Sie nutzen neue Technologien und andere Kommunikationsmittel, um am gesellschaftlichen Wandel zu partizipieren. Sie sind entschlossen, inspiriert und motiviert und ermutigen Menschen, kritische Positionen einzunehmen, sich ihre eigene Meinung zu bilden, diese frei zu äußern und nach ihren Überzeugungen zu handeln.

In diesem Kontext und angesichts der ständig wachsenden Bedeutung der visuellen Kultur für die zeitgenössische Gesellschaft wird die Rolle des Grafikdesigns im Wettbewerb um Macht und Manipulation zunehmend gewichtiger.

http://www.casino-luxembourg.lu/de/Ausstellungen/Resolute-Design-Changes

Casino Luxembourg - Forum d'art contemporain
41, rue Notre-Dame, L-2240 Luxemburg
Luxemburg

02.10.21 bis 17.11.21

DANSK MØBELDESIGN. Arne Jacobsen und Poul Kjaerholm für Fritz Hansen

Im Rahmen seines Schwerpunktprogramms zur Designgeschichte des 20. Jahrhunderts präsentiert das WAGNER:WERK Museum Postsparkasse bei freiem Eintritt seine Herbst-Ausstellung „DANSK MØBELDESIGN. Arne Jacobsen und Poul Kjaerholm für Fritz Hansen“.

Dänisches Möbeldesign steht weltweit für zeitlose Eleganz und perfekte handwerkliche Verarbeitung. Einfachheit, Funktionalität, Leichtigkeit, Materialgerechtigkeit und Komfort lassen sich aus der Tradition ursprünglich kleiner, oft über Generationen vererbter Tischlereibetriebe herleiten. Prägend für dieses Image sind meist die Entwürfe der 1950er- und 1960er-Jahre – heute oft Ikonen des modernen Designs, Ausdruck der organischen Formen der Nachkriegszeit und der Potenziale, die sich aus neuen Techniken und Materialien ergaben.
Die Geschichte des dänischen Designs beginnt aber wesentlich früher. Schon im 19. Jahrhundert knüpften Tischlerbetriebe bewusst an lokale Traditionen an und entwickelten einfache, konstruktiv und funktional überzeugende (Sitz-)Möbel – nicht unähnlich den österreichischen Biedermeier-Möbeln, die ebenfalls auf neue Nutzergruppen, geänderte Bedürfnisse und kleinere Wohnräume reagierten und neue Produktionsweisen einführten: Nicht zufällig spielten beide Länder auch bei der Entwicklung von Bugholzmöbeln eine führende Rolle.
Neben Verner Panton waren insbesondere Arne Jacobsen und Poul Kjaerholm für den Welterfolg des dänischen Designs verantwortlich. Spätestens bei diesen Meistern des Möbeldesigns muss auch eine Firma genannt werden, die wie keine andere für die Kontinuität dieser Möbelproduktion steht: Fritz Hansen.

ÖFFNUNGSZEITEN
Mo–Fr 9-17 Uhr, Sa 10–17 Uhr
Geöffnet: Nationalfeiertag 26. Oktober 2012
Geschlossen: Allerheiligen 1. November 2012

EINTRITT FREI in die Sonderausstellung

BESUCHERINFORMATION
www.ottowagner.com
T +43 1 534 53 – 33825

WAGNER:WERK Museum Postsparkasse der BAWAG PSK,
Georg Coch-Platz 2, 1018 Wien
Österreich