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Support Emphas.is

I was very excited when I first heard about Emphas.is, shortly after they started in 2011. It was the first and it’s still the only crowdfunding-platform supporting high quality photojournalism.

Now, it’s time for us to support them, and help Emphas.is to keep the good work. Make a pledge and support this unique project!
http://www.emphas.is/web/guest/discoverprojects?projectID=837

Ivars Gravleys: La-La

Ivars Gravleys was showcased in the last issue of dienacht. Here’s one of his most funniest videos.

“La – La”, 2006 from Ivars Gravlejs on Vimeo.

“In the year 2007, I submitted “La-La” to the international contemporary and video art festivalWaterpieces organized by a creative intelligence association Noass in Latvia. I got the second prize. Year later I received an email that unfortunately my video won’t be included in DVD (compilation – the best of 2002 – 2008), because somebody told that the film “La-La” is made by using the effects from the existing software (iMovie). They mentioned that the compilation will be presented in the primary and secondary schools in Latvia, and that my work is not educational. After two weeks of correspondence and explanations of the work, they finally included it in DVD. Later on, I got to know that “La-La” was one of the most favorite among the students.”

dienacht und die FREELENS Galerie präsentieren: Kim Thue – DEAD TRAFFIC

Ausstellung und Buchrelease in Hamburg: Donnerstag, 29. März 2012 um 19.00 Uhr

Die FREELENS Galerie freut sich die Ausstellung und das gleichnamige Buch DEAD TRAFFIC von Kim Thue als Premiere präsentieren zu dürfen.

Die Schwarzweiß-Serie DEAD TRAFFIC des dänischen Fotografen Kim Thue ist ein heftiger, intimer Bericht aus den Randgebieten von Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, einem der ärmsten Länder Afrikas. Dass Kim Thue dort viel Zeit verbracht hat und in der Nähe einer der berüchtigten Slumgegenden gelebt hat, sieht man seinen Aufnahmen an. Er begegnet den Menschen auf Augenhöhe und kommt so dicht an sie heran, dass der Betrachter unmittelbar angesprochen und in die Szene hineingezogen wird. Kim Thue zeigt in DEAD TRAFFIC das Leben schwarzer Jugendlicher und ihrer Gangs geprägt von Lust und Langeweile, Erlebnishunger und Perspektivlosigkeit. Jeder weiß, was in einem Land wie Sierra Leone möglich ist, wo Kinder schon als Soldaten eingesetzt werden, doch Thue thematisiert die grausame Geschichte und Gegenwart des Landes nicht. Seine Bilder wirken zwar bedrohlich, teilweise sogar brutal – doch ohne Gewalt zu zeigen und immer in der Balance zwischen Poesie und Düsternis. Der in London lebende Fotograf nennt seine Arbeit selbst „eine Sammlung von Eindrücken, die eine untrennbare Koexistenz von Schönheit und Schrecken nahe legt, die ein allgegenwärtiges Thema in dieser rauen und starken Stadt zu sein scheint.“ Trotz der für die Reportage klassischen Arbeitsweise in Schwarzweiß entsprechen seine Bilder nicht den typischen und viel gesehenen Motiven aus der Krisenregion. Die Perspektive wechselt, mal ist er Regisseur, mal setzen sich die Porträtierten selbst in Szene, mal haben die Bilder den Charakter eines privaten Erinnerungsfotos- doch eine Perspektive nimmt Kim Thue nie ein: die eines Unbeteiligten.

DEAD TRAFFIC ist Kim Thues erstes Buch und auch für den von Calin Kruse initiierten Verlag dienacht Publishing ist es die erste Publikation. Das Buch kann hier vorbestellt werden: www.dienacht-magazine.com/publishing


Kim Thue – DEAD TRAFFIC
Ausstellungseröffnung und Buchrelease: Donnerstag, 29. März 2012 um 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 29. März – 18. Mai 2012
FREELENS e.V. | Steinhöft 5 | 20459 Hamburg
Öffnungszeiten: Montag - Freitag von 11.00 – 18.00 Uhr
www.freelens.de 

CALL FOR ENTRIES – DER GREIF AUSGABE 5

Das Fotomagazins DER GREIF lädt zum fünften Mal Fotografen und Autoren ein, ihre Arbeiten einzusenden. Unter takepart.dergreif-online.de können bis zu 10 Arbeiten – ohne thematische Vorgaben – eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 18. November 2011.

DER GREIF funktioniert anders als herkömmliche Fotomagazine. Anstatt Portfolios oder journalistische Beiträge zu zeigen, lässt DER GREIF die Arbeiten verschiedener Fotografen und Autoren aufeinander treffen. Die Redaktion kombiniert die ausgewählten Arbeiten und stellt daraus neue Bild- und Textkompositionen zusammen. Die Wechselwirkung zwischen den Arbeiten steht hierbei im Mittelpunkt.
Das Vertrauen der Künstler in die sensible Kuration und Zusammenstellung durch die Magazin-Redaktion macht den Greif zu einem außergewöhnlichen Gesamtwerk.

Zur Teilnahme: takepart.dergreif-online.de
Einblick ins Magazin: vimeo.com/channels/180190

dergreif-online.de

Ausstellungskritik: “ausgezogen! n’Akt!”

Die Kunstszene der Großregion Trier ist nicht zu beneiden; es gibt kaum gute Ausstellungsmöglichkeiten für junge Künstler – höchstens kurzlebige Alternativprojekte wie Edeltrude undDas Karussell oder BUTTERKEKS, die eine Plattform und eine Alternative bieten, aber an mangelnde Unterstützung aus der (älteren) Bevölkerung und der Politik scheitern. Galerien sind praktisch so inexistent wie die Fachpresse, und die wenigen Museen sind für Regionalkünstler so gut wie unerreichbar.

Die einzige Alternative ist die Tuchfabrik (TUFA), die zudem eine der besten und spannendsten Ausstellungsräumlichkeiten bietet. Die Ausstellungen dort sind manchmal ganz passabel, selten gut – allein schon durch die Tatsache, dass man die Räume für eine eigene Ausstellung mieten kann zeigt, wie die Qualität der gezeigten Arbeiten schwanken kann.

Mit der aktuellen, TUFA-kuratierten Ausstellung ausgezogen! n’Akt!, hat sich die Kulturstätte selbst, und noch mehr den ausstellenden Künstlern, keinen Gefallen getan. Die TUFA hat damit die Chance verpasst, das Lechzen nach Kultur auf hohem Niveau, nach künstlerischer Bildung, zu befriedigen, obwohl das möglich gewesen wäre; und, was schlimmer ist, hat sie sich als Ausstellungsmacher (nicht
-veranstalter!) disqualifiziert.

Schon der effekthascherische Titel ausgezogen! n’Akt! spricht hauptsächlich die BILD-Leser an – und Menschen, die nicht einmal einen künstlerischen Sinn entwickeln oder haben müssen, um sich die Arbeiten anzuschauen. Sie werden allerdings enttäuscht sein, denn viel Nacktes gibt es nicht wirklich zu sehen. Vielleicht zum Glück. Stattdessen wird ein Sammelsurium schlecht kuratierter Kunstsparten und -richtungen präsentiert, ein Patchwork von Arbeiten, die größtenteils weder ästhetisch, noch (über den Dorfkneipenhumor hinausgehend) lustig, noch innovativ, noch zeitgemäß (was, wenn es in der Qualität eine Begründung fände, noch berechtigt wäre). Die Ausstellung bewegt sich zwischen Hausfrauenkunst, Aktzeichenkurs und Studio-Aktfotografie, die an Austauschbarkeit und Ausgelutschtheit kaum zu übertreffen ist.

Aber eigentlich ist es nicht überraschend, dass die Ausstellung so uninspiriert daherkommt; ein Blick auf die Künstlerliste (darunter natürlich die Mitglieder des TUFA-Gremiums, die die Ausstellung zu verantworten haben) reicht aus, um eine Idee davon zu bekommen. Nicht, dass die Namen Schlimmes ahnen lassen. Vielmehr erschreckt die Anzahl. Aus etwa 100 Bewerbungen wurden 55 (!) Künstler aus der Region Trier, aus Luxemburg und Frankreich ausgewählt. Wer die Räumlichkeiten der TUFA kennt, weiß, dass auch ein einzelner Künstler diese problemlos bespielen kann. Es war also nicht verwunderlich, dass die Räume überfüllt und kleinteilig und die Werke gefühllos zusammen gewürfelt wirken.

Eine Auswahl – eine echte Auswahl – von 8-10 Künstlern, die mit längeren Strecken präsentiert werden und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema, hätte eine enorme Aufwertung der Ausstellung, des Ausstellungsstandortes Trier und eine Imageverbesserung für die TUFA bewirkt. Es ist nicht so, dass keine hoch qualitativen Arbeiten und Künstler vertetten sind. Es gibt durchaus Lichtblicke. Leider wird man diesen Künstlern nicht gerecht – zum Einen, weil man ständig hinterfragen muss, ob sie wirklich gute Kunst machen oder sind sie nur etwas hochwertiger, als das, was der Rest bietet. Und zum Anderen, weil sie in der Suppe völlig untergehen. Man fragt sich, ob sie froh sind, dabei zu sein.

Provokation ist gut, belebend und anregend, in welcher Form auch immer. Das Unvermögen mancher Kuratoren ist entschuldbar. Doch das, was an der Vernissage als Special Act angekündigt wurde und von den Machern wahrscheinlich als “DIE Idee” gedacht wurde, hat sich als das Schlimmste, was der Ausstellung noch passieren konnte, heraus gestellt: zwei Stripper wurden bestellt, Mann und Frau, die sich wohl selbst als Künstler verstanden und sich nacheinander vorm Publikum auszogen. Es war nicht besonders hübsch anzuschauen, auch nicht besonders sexy, man musste sich eher fremdschämen.

Es gibt Künstler, die gute Nackt-Performances zustande bringen; ein Spencer Tunick mobilisiert Massen von nackten Menschen für seine spektakulären Aktionen; Vanessa Beecrofts Performances mit skulptural anmutenden, teilweise nackten Menschen werden in Museen weltweit abgehalten. Und sogar die PETA-Aktionen, hauptsächlich politisch motiviert (“Lieber nackt als Pelz”) sind ästhetisch und ansehnlich. Solche Größenordnungen erwartet man nicht von der TUFA in Trier. Ein Flitzer hät’s auch getan, es wäre zumindest überraschend, irritierend und erfrischend. Doch das, was sich bei der Vernissage abgespielt hat, war eine künstlerisch wertfreie Darbietung, die die gesamte Ausstellung in eine Schmuddelecke drängte, die die ausstellenden Künstler nicht verdient haben.

In einer Ausstellung geht es nicht darum, jeden – auch schlechten – Geschmack zu bedienen, und auch nicht darum, vorzuführen, was es so alles zu einem Thema gibt – auch wenn es sich um eine thematische Ausstellung handelt. Es geht auch nicht um das persönliche Gefallen oder Nichtgefallen oder das gegenseitige Eierschaukeln. Vielfalt ist gut, aber nicht immer passend und nicht um jeden Preis. Vielmehr geht es um eine qualitative Auswahl und Fingespitzengefühl für das Zusammenspiel – und gleichzeitig für die Bewahrung der Individualität – einzelner Künstler. Und dort, wo dieses Gefühl der Machern sein sollte, klafft ein Loch.
Eine gut kuratierte Ausstellung sieht anders aus. Das war ein Schuss in den Offen.

(es kann ein wenig dauern, bis das Video geladen ist. Alternativ auch hier zu sehen.)


ausgezogen! n`Akt!
Vernissage: 26. März, 19.30 Uhr, 2. OG
Finissage mit Kunstsalon: Gründonnerstag, 21.4.2011, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Mo / D i / Mi / Fr 14-17 Uhr, Do 17-20 Uhr, Sa / So 11-15 Uhr,
am 21.4. während des Kunstsalons bis 21 Uhr
www.tufa-trier.de
Ausgestellt werden Arbeiten von:
 Julia Baur, Suzanne Beaujean-Adam, Olgaruth Blaß, Jeanette Bremin, Rainer Breuer, Edith Buchhalter, Gitta Büsch, Martina Diederich, Christine Dottke, Raymond Erbs, Ursula Faber, Malou Faber-Hilbert, Barbara Friebe, Wolfgang Gärtner, Karin Germeyer-Kihm, Petra-Marlene Gölz, Gisela Gross, Christel Grundheber, Christian Hans, Miikka Heinonen, Mark Heydrich, Ramona Hoffmann, Gisela Hubert, Alina Ivanova, Peter Köcher, Laas Koehler, Jean Luc Koenig, Maria Krahwinkel, Richard Krings, Calin Kruse, Herbert Lauer, Niclas Locker, Klaus Maßem, Leonie Mertes, Brigitte Morsch, Dani Neumann, Simona Nutiu Gradoux, Monica Pauly, Karola Perrot, Ursula Reindell, Gertrud Riethmüller, Patrick Rödig, Katja Romeyke, Daniel Schieben, Jutta Schmidt, Susanne Schmidt, Philippe Schulte, Nathalie Soldani, Rafael Springer, Sylvia Stadtmüller, Matthias Strugalla, Ingrid Ulrich-Schäfer, Jutta Wenz, Oliver Wetter