Illustration

Neu im Shop: Alexander Egger | Tomorrow will be different than today

Photographed reality presents itself as a combination of presence and absence, passed out and already gone in time but of present in space.

Images are able to destroy our reality and to rearrange the fragments anew.

11x 15 cm, 240 Seiten
limitiert auf 500 Exemplare

29,50 Euro

Neu im Shop: Alexander Egger | Satellites Mistaken for Stars

Walking, breathing. Don’t force yourself too much. Sometimes a song passes by. Things happen. Every day. Choose to stay in things or not, get confused and wonder why. Find your own way. Forget. Try again.

You never know if you have given yourself enough time to get it all.

21,8 x 27,5 cm, 180 Seiten
broschiert, mit Schutzumschlag

29,80 Euro

dienacht #10 erschienen!

Die Jubiläumsausgabe (5 Jahre / 10. Ausgabe) ist gerade erschienen!

Aus dem Inhalt:

Fotografie von Andrew Testa, Arno Schidlowski, Yossi Lolloi, Kurt Caviezel, Stephan Tillmans und William Minke, Zeichnungen von Dragan Prgomelja, komische Malerei von Rudi Hurzlmeier, ein Grafik-Design Portfolio von Stefan Kaetz, Besprechungen von Zines und Bücher, …

1000 Exemplare
126 Seiten, 15 x 18 cm
Offsetdruck, vollfarbig
deutsch/englisch, einzeln nummeriert

7,00 Euro

Die rote Trude – Eröffnung: Designshop und Café in Trier

Am Donnerstag, den 8. September ab 19 Uhr werde ich im Herzen Triers einen ganz feinen Designladen mit Café (und offenes Grafik-Design-Studio) eröffnen. Hier warten auf Euch in kleiner Auflage hergestellte Sachen – von Magazinen, Fanzines und Notizbüchern bis hin zu T-Shirts und Drucken. In Wohnzimmeratmosphäre könnt ihr leckere Getränke schlürfen und/oder die internationalen Independent-Kunst- und Fotomagazine in Kleinauflage durchblättern.
Achja, und regelmäßige Kurzfilmabende sowie andere Veranstaltungen sind ebenfalls geplant.
Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbei kommt!

Die Rote Trude
in der Karl-Marx-Str. 22
(gegenüber von Piranha)
54290 Trier

www.die-rote-trude.de

Öffnungszeiten:
Di, Do, Fr 11-17 Uhr
Sa 10-17 Uhr

“dienacht” auf der Minipressen-Messe / Fotografische Gesellschaft Trier: Vortrag

Alle zwei Jahre wird die Gutenberg-Stadt Mainz für vier Tage zum Treffpunkt der Minipressen, Kleinverlage, Handpressen, BuchkünstlerInnen und Autoren. 360 Aussteller aus mehr als 15 Ländern und 10.000 Besucher treffen sich auf der Mainzer Minipressen-Messe und bilden den größten Handelsplatz für Kleinverlagsbücher und künstlerische Pressendrucke.
Die Mainzer Minipressen-Messe ist mit 41 Jahren die beständigste und älteste Veranstaltung ihrer Art in Europa, und hat sich aus bescheidenen Anfängen zur Internationalen Buchmesse der Kleinverlage und künstlerischen Handpressen entwickelt. Eine Verkaufsmesse mit ausgedehntem Rahmenprogramm aus über 30 Kultur- und Fachveranstaltungen. Sie ist damit Umschlagplatz neuester Ideen und Trends für den Druck und das Verlegen von Literatur und Kunst geworden.
Die nächste Mainzer Minipressen-Messe präsentiert sich vom 2. – 5. Juni 2011 in zwei Großzelten am Mainzer Rheinufer. Ich freue mich sehr auf diese Messe und werde mit einer Auswahl an Zines und Bücher dabei sein – und natürlich mit dienacht und Die rote Trude (mit ein noch nicht online verfügbares Künstlerbuch im Gepäck!). Standnummer: B18.
Mehr über die Messe hier. Und eine Auswahl an Bilder, die ich auf der letzten Minipressen-Messe geschossen habe, ist hier zu sehen.


Vortrag
Am. 6. Juni wurde ich von der Fotografischen Gesellschaft Trier eingeladen, ein Vortrag über dienacht und über die eigene Fotografie zu halten.

Beginn: 19.30 Uhr
Pfarrheim Heiligkreuz, Arnulfstraße 3, 54295 Trier

Ausstellungskritik: “ausgezogen! n’Akt!”

Die Kunstszene der Großregion Trier ist nicht zu beneiden; es gibt kaum gute Ausstellungsmöglichkeiten für junge Künstler – höchstens kurzlebige Alternativprojekte wie Edeltrude undDas Karussell oder BUTTERKEKS, die eine Plattform und eine Alternative bieten, aber an mangelnde Unterstützung aus der (älteren) Bevölkerung und der Politik scheitern. Galerien sind praktisch so inexistent wie die Fachpresse, und die wenigen Museen sind für Regionalkünstler so gut wie unerreichbar.

Die einzige Alternative ist die Tuchfabrik (TUFA), die zudem eine der besten und spannendsten Ausstellungsräumlichkeiten bietet. Die Ausstellungen dort sind manchmal ganz passabel, selten gut – allein schon durch die Tatsache, dass man die Räume für eine eigene Ausstellung mieten kann zeigt, wie die Qualität der gezeigten Arbeiten schwanken kann.

Mit der aktuellen, TUFA-kuratierten Ausstellung ausgezogen! n’Akt!, hat sich die Kulturstätte selbst, und noch mehr den ausstellenden Künstlern, keinen Gefallen getan. Die TUFA hat damit die Chance verpasst, das Lechzen nach Kultur auf hohem Niveau, nach künstlerischer Bildung, zu befriedigen, obwohl das möglich gewesen wäre; und, was schlimmer ist, hat sie sich als Ausstellungsmacher (nicht
-veranstalter!) disqualifiziert.

Schon der effekthascherische Titel ausgezogen! n’Akt! spricht hauptsächlich die BILD-Leser an – und Menschen, die nicht einmal einen künstlerischen Sinn entwickeln oder haben müssen, um sich die Arbeiten anzuschauen. Sie werden allerdings enttäuscht sein, denn viel Nacktes gibt es nicht wirklich zu sehen. Vielleicht zum Glück. Stattdessen wird ein Sammelsurium schlecht kuratierter Kunstsparten und -richtungen präsentiert, ein Patchwork von Arbeiten, die größtenteils weder ästhetisch, noch (über den Dorfkneipenhumor hinausgehend) lustig, noch innovativ, noch zeitgemäß (was, wenn es in der Qualität eine Begründung fände, noch berechtigt wäre). Die Ausstellung bewegt sich zwischen Hausfrauenkunst, Aktzeichenkurs und Studio-Aktfotografie, die an Austauschbarkeit und Ausgelutschtheit kaum zu übertreffen ist.

Aber eigentlich ist es nicht überraschend, dass die Ausstellung so uninspiriert daherkommt; ein Blick auf die Künstlerliste (darunter natürlich die Mitglieder des TUFA-Gremiums, die die Ausstellung zu verantworten haben) reicht aus, um eine Idee davon zu bekommen. Nicht, dass die Namen Schlimmes ahnen lassen. Vielmehr erschreckt die Anzahl. Aus etwa 100 Bewerbungen wurden 55 (!) Künstler aus der Region Trier, aus Luxemburg und Frankreich ausgewählt. Wer die Räumlichkeiten der TUFA kennt, weiß, dass auch ein einzelner Künstler diese problemlos bespielen kann. Es war also nicht verwunderlich, dass die Räume überfüllt und kleinteilig und die Werke gefühllos zusammen gewürfelt wirken.

Eine Auswahl – eine echte Auswahl – von 8-10 Künstlern, die mit längeren Strecken präsentiert werden und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema, hätte eine enorme Aufwertung der Ausstellung, des Ausstellungsstandortes Trier und eine Imageverbesserung für die TUFA bewirkt. Es ist nicht so, dass keine hoch qualitativen Arbeiten und Künstler vertetten sind. Es gibt durchaus Lichtblicke. Leider wird man diesen Künstlern nicht gerecht – zum Einen, weil man ständig hinterfragen muss, ob sie wirklich gute Kunst machen oder sind sie nur etwas hochwertiger, als das, was der Rest bietet. Und zum Anderen, weil sie in der Suppe völlig untergehen. Man fragt sich, ob sie froh sind, dabei zu sein.

Provokation ist gut, belebend und anregend, in welcher Form auch immer. Das Unvermögen mancher Kuratoren ist entschuldbar. Doch das, was an der Vernissage als Special Act angekündigt wurde und von den Machern wahrscheinlich als “DIE Idee” gedacht wurde, hat sich als das Schlimmste, was der Ausstellung noch passieren konnte, heraus gestellt: zwei Stripper wurden bestellt, Mann und Frau, die sich wohl selbst als Künstler verstanden und sich nacheinander vorm Publikum auszogen. Es war nicht besonders hübsch anzuschauen, auch nicht besonders sexy, man musste sich eher fremdschämen.

Es gibt Künstler, die gute Nackt-Performances zustande bringen; ein Spencer Tunick mobilisiert Massen von nackten Menschen für seine spektakulären Aktionen; Vanessa Beecrofts Performances mit skulptural anmutenden, teilweise nackten Menschen werden in Museen weltweit abgehalten. Und sogar die PETA-Aktionen, hauptsächlich politisch motiviert (“Lieber nackt als Pelz”) sind ästhetisch und ansehnlich. Solche Größenordnungen erwartet man nicht von der TUFA in Trier. Ein Flitzer hät’s auch getan, es wäre zumindest überraschend, irritierend und erfrischend. Doch das, was sich bei der Vernissage abgespielt hat, war eine künstlerisch wertfreie Darbietung, die die gesamte Ausstellung in eine Schmuddelecke drängte, die die ausstellenden Künstler nicht verdient haben.

In einer Ausstellung geht es nicht darum, jeden – auch schlechten – Geschmack zu bedienen, und auch nicht darum, vorzuführen, was es so alles zu einem Thema gibt – auch wenn es sich um eine thematische Ausstellung handelt. Es geht auch nicht um das persönliche Gefallen oder Nichtgefallen oder das gegenseitige Eierschaukeln. Vielfalt ist gut, aber nicht immer passend und nicht um jeden Preis. Vielmehr geht es um eine qualitative Auswahl und Fingespitzengefühl für das Zusammenspiel – und gleichzeitig für die Bewahrung der Individualität – einzelner Künstler. Und dort, wo dieses Gefühl der Machern sein sollte, klafft ein Loch.
Eine gut kuratierte Ausstellung sieht anders aus. Das war ein Schuss in den Offen.

(es kann ein wenig dauern, bis das Video geladen ist. Alternativ auch hier zu sehen.)


ausgezogen! n`Akt!
Vernissage: 26. März, 19.30 Uhr, 2. OG
Finissage mit Kunstsalon: Gründonnerstag, 21.4.2011, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Mo / D i / Mi / Fr 14-17 Uhr, Do 17-20 Uhr, Sa / So 11-15 Uhr,
am 21.4. während des Kunstsalons bis 21 Uhr
www.tufa-trier.de
Ausgestellt werden Arbeiten von:
 Julia Baur, Suzanne Beaujean-Adam, Olgaruth Blaß, Jeanette Bremin, Rainer Breuer, Edith Buchhalter, Gitta Büsch, Martina Diederich, Christine Dottke, Raymond Erbs, Ursula Faber, Malou Faber-Hilbert, Barbara Friebe, Wolfgang Gärtner, Karin Germeyer-Kihm, Petra-Marlene Gölz, Gisela Gross, Christel Grundheber, Christian Hans, Miikka Heinonen, Mark Heydrich, Ramona Hoffmann, Gisela Hubert, Alina Ivanova, Peter Köcher, Laas Koehler, Jean Luc Koenig, Maria Krahwinkel, Richard Krings, Calin Kruse, Herbert Lauer, Niclas Locker, Klaus Maßem, Leonie Mertes, Brigitte Morsch, Dani Neumann, Simona Nutiu Gradoux, Monica Pauly, Karola Perrot, Ursula Reindell, Gertrud Riethmüller, Patrick Rödig, Katja Romeyke, Daniel Schieben, Jutta Schmidt, Susanne Schmidt, Philippe Schulte, Nathalie Soldani, Rafael Springer, Sylvia Stadtmüller, Matthias Strugalla, Ingrid Ulrich-Schäfer, Jutta Wenz, Oliver Wetter

“dienacht” #9 ist erschienen!

Einige der Künstler, die dieses Mal dabei sind:
Claudia Eschborn - Portfolio (Fotografie/D)
Tierney Gearon (Coverbild), mit der Serie “The Mother Project” (Fotografie/USA)
Martin Kollar - mit der Serie “European Parliament” (Fotografie/Slowakische Republik)
Theo Firmo - Portfolio (Illustration/Brasilien)
Suzanne Opton - “Frauen, Vasen und die Jahre” (Fotografie/USA)
Harold Strak - “Arthropoda” (Fotografie/NL)
Kim Thue mit der Serie “Freetown Fifty” (Fotografie/DK)
Außerdem: Bücher-, Zine- und Magazinrezensionen
und einige mehr.

Mit der 9. Ausgabe ändern sich ein wenig die Vertriebswege. Ein Drittel der 1500er Auflage wird von meiner langjährigen Druckerei Seltmann in Verlag genommen, und dieser Teil wird unnummeriert und autark durch Seltmanns eigene Vertriebsmöglichkeiten verbreitet. Ansonsten ändert sich nichts, 1000 Stück werden auch weiterhin in liebevoller Kleinarbeit durchnummeriert, verpackt und versendet.

1000 Exemplare
122 Seiten, 15 x 18 cm, mit Aufklappseiten
Offsetdruck, vollfarbig
deutsch/englisch, einzeln nummeriert
- nur noch etwa 40 Exemplare verfügbar -

5,00 Euro

“dienacht” #8 ist da!

Ein bisschen früher als gewohnt und geplant ist die neue “dienacht”-Ausgabe erschienen. Die Auflage hat sich auf 1500 Exemplare erhöht, die aber immer noch einzeln nummeriert werden, und das Cover ist ein bisschen wie “back to the basics“, in schwarz-weiß gehalten (Das Coverbild stammt von Claire Martin’s Serie “The Downtown East Side”).

Aus dem Inhalt:

Claire Martin - Eine Reportage über Arme, Arbeitslose, Drogensüchtige, AIDS-Infizierten in Vancouver, Kanada
Nicholas Hughes - reduzierte, düstere Landschaftsbilder
Fünf Projekte des Grafik-Designers Marius Hofstede und die Diplomarbeit von Maurice Vink
Ein Portfolio des Magnum-Fotografs Antoine D’Agata
Phil Toledano mit seine Serie über Telefonsexanbieter
Ein Portfolio des Zeichners Nicholas Di Genova
Zine-, Bücher- und Magazinbesprechungen.

und vieles mehr.

1500 Exemplare
122 Seiten, 15 x 18 cm
Offsetdruck, vollfarbig
deutsch/englisch, einzeln nummeriert

5,00 Euro

Jetzt ist sie da.

Die 7. Ausgabe von “dienacht” ist eingetroffen; mit viel Liebe gemacht, und mit Ausklappseiten.
Aus dem Inhalt:

Torsten Warmuth - Portfolio (Fotografie/D)
Elinor Carucci (Coverbild), mit der Serie “Pictures taken by a mother” (Fotografie/USA)
Gerhard Vormwald - Portfolio und Interview (Fotografie/F)
Simon Prades - Portfolio (Zeichnung, Illustration/D)
Klaus Gigga – vier Triptychen (Fotografie/D)
Gregor Gaida - Portfolio (Skulptur/D)
Arno Schidlowski mit der Serie “Summa” (Fotografie/D)
Ryan Anson mit der Reportageserie “Bands of Sisters” über Mädchengangs in Davao City (Fotografie/USA)

und einige mehr.

“dienacht” – Die Ausstellung!

Am letzen Freitag wurde die zweite “dienacht”-Ausstellung aufgebaut und sogar ein Fernsehteam des SWR war den ganzen Tag vor Ort (ein Beitrag wird am nächsten Samstag, den 16. Januar gegen 19.15 Uhr in der Sendung “Ladesart” ausgestrahlt). Der Hausmeister machte sich aus dem Staub, und wären da nicht die freiwilligen Helfer Christina und Maurice gewesen, hätten wir wohl die Nacht durchgemacht.

Am Samstag war dann große “dienacht”-Ausstellungseröffnung. Alle Künstler waren anwesend, und viele Menschen sorgten für eine tolle Stimmung. Die Ausstellung läuft noch bis zum 21. Februar in der Tuchfabrik in Trier; kommt vorbei und bringt eure Freunde mit!
Hier noch ein Paar Eindrücke.

Die zweite große “dienacht”-Ausstellung!

Wir laden ein: zu der zweiten großen “dienacht” Ausstellung! Nach dem Erfolg der ersten Ausstellung im Sommer 2008 in Mönchengladbach, findet die Schau in den Gemäuern der ehemaligen Tuchfabrik (Tufa) in Trier statt. Sieben national und international preisgekrönte Fotografen und Illustratoren, die in “dienacht” veröffentlicht wurden oder in der nächsten Ausgabe veröffentlicht werden, zeigen eine Auswahl ihrer Arbeiten:

Alice Smeets

Die junge belgische Fotografin Alice Smeets arbeitet sowohl künstlerisch als auch dokumentarisch. Eines der Bilder aus ihrer erschreckend ehrlichen Fotoreportage über das Aufwachsen in Haiti zeigt ein kleines Mädchen in einem sauberen weißen Kleid, das barfuß durch einen Tümpel voller Morast und Abfall läuft, hinter ihr die Slums der Hauptstadt Port-au-Prince. Unicef ernannte dieses Bild zum Foto des Jahres 2008. Auch die anderen Fotos dieser Serie hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

Arno Schidlowski

Der Fotograf Arno Schidlowski beschäftigt sich in seinen ausgestellten Fotografie-Serien „Summa“ und „Jasmund“ mit Tier- bzw. Landschaftsfotografie, und sieht dabei seine Wurzeln tief im deutschen Kulturgut: Die Fotografien seiner Diplomarbeit „Summa“ nehmen Bezug auf die Aufzeichnungen des deutschen Naturforschers Alexander von Humboldt, während die Landschaftsfotografien seiner Serie „Jasmund“ sich an die Kompositionen des bedeutendsten Malers der Deutschen Romantik Caspar David Friedrich anlehnen. Wie bei Friedrich liegt auch Arnos Interesse im subjektiven Empfinden der Umwelt. Seine fragmentarische Darstellung reduziert Tiere und Landschaft auf grafische Elemente, die der Betrachter im Geiste ergänzt, um sie zu identifizieren.

claire Lenkova

Die Hamburger Künstlerin claire Lenkova präsentiert Illustrationen aus ihrem im September erschienenen Sach-Comic „Grenzgebiete“. Die Geschichte über eine Kindheit zwischen DDR und BRD jenseits der Ostalgie hat der Deutschlandfunk als eines der 7 besten Bücher für junge Leser ausgezeichnet. Außerdem zeigt claire Lenkova im Katalogisierungsprojekt «Herrenzimmer & Damensalon» auf Schautafeln und Karteikarten ihre subjektive Sicht auf Menschen aus ihrem Leben. Alles darf angeschaut, angefasst und gelesen werden.

Gerhard Vormwald

Der Fotograf Gerhard Vormwald wurde mit seinen Werbefotografien schwebender Leute weltberühmt und schoss über 60 Titelbilder für den Stern, bevor er sich von der kommerziellen Fotografie abwandte. Begonnen hat alles im Passbildautomaten – hier schnitt er als 14jähriger Grimassen. Die Lust am Experimentieren ist Gerhard Vormwald geblieben und lässt ihn noch heute alltägliche Dinge – von der Kartoffel bis zur Zigarettenkippe – aus dem gewohnten Zusammenhang reißen. So entstehen neue Bildwahrheiten, die an Werke des Surrealismus erinnern. Denn Gerhard Vormwald will die Welt nicht erklären, er will zeigen wie rätselhaft sie ist, für jeden Einzelnen.

Olivia Bargman

Die britische Künstlerin Olivia Bargman entführt den Betrachter mit ihren Grafiken in ein magisches Land, das von Farben, Formen und phantastischen Tieren bevölkert wird. Ihre handgeschriebenen Textzeilen sind ihr Markenzeichen und tragen entscheidend zum Charme ihrer Arbeiten bei. Inspiration findet sie ebenso in der Tierwelt, wie in der Folklore des Balkans, in Retro-Computerspielen oder den schmuddelig-dunklen Kanten von Fotokopien. Olivia Bargmans traumartige Welten entstehen mit Hilfe von Papier, Filzstift, Buntstiften, Tusche und einem guten alten 0,5 mm Druckbleistift – kreativ, assoziativ und erfrischend unperfekt.

Spike

Der Graffitikünstler Spike erobert seit den 90er Jahren immer neues Areal: Nachdem er sich mit den komplex-dynamischen Schriftzügen der Königsdisziplin der Graffitikunst, dem Wildstyle beschäftigte, bezieht er in seinen aktuellen Arbeiten bewusst das Umfeld in die ästhetische Wirkung mit ein: Wie ist der Aufbau, die Komposition der Wand? Wie wirken die Größenrelation der Buch­staben, vorhandene Farbkontraste und das Spiel mit dem Leerraum? Basierend auf den Buchstaben S-P-I-K-E behält er Elemente seiner alten Werke bei, jedoch in konsequent reduziert grafischer Form. Mit der gleichen Sensibilität wählt Spike die Hintergründe aus: alte Ziegelmauern, verrostete Stahltüren oder Wände mit abgeblätterter Farbe in Abrisshäusern – Spikes spitze, schneidende Formen werden Teil dieser verlassenen Orte.

(Für die Ausstellung der Tufa wird der Künstler eine Wand besprühen, die nach der Ausstellung überstrichen wird.)

Werner Schöffel

Der Künstler Werner Schöffel arbeitet an seinem ausgestellten Werk «Über Dauer hinweg» bereits seit 20 Jahren: Als er 1988 irgendwo in Franken ein Rad im Waldboden eingrub, wusste er bereits, dass ihn dieses Fotoprojekt lange begleiten würde, ja, zu einem gewissen Teil sein Leben bestimmen würde: denn in einem Rhythmus von vier – vier – drei Monaten fotografierte er 20 Jahre lang immer wieder den selben Bildausschnitt, in dessen Vordergrund sich das Rad befindet. Indem Werner Schöffel die einzelnen Zeitschichten übereinander projiziert, wird sichtbar, was sonst nur vorstellbar ist: die Zeit.

“dienacht”-Ausstellung
Vernissage: 09.01.2010, 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 10.01.-21.02.2010
Ort: Tuchfabrik Trier | Wechselstr 4 | 54290 Trier