dienacht-Ausstellungen

Neu im Shop: Calin Kruse – WEST

Trier West is considered to be a disadvantaged suburban area with a high rate of unemployment and a lot of low cost housing which was developed from a former barracks.

In spite of various social problems, Trier West is a very lively neighborhood, not least because of its many young and restless people. All know each other, families stick together, and the inhabitants love their neighborhood.

Social life takes place on the street with the neighbors and in the summer months -people sit in front of their houses and chat with passers-by. Kids rush up and down the streets with bikes and greet everyone passing their way, and feed upon the demolished gumball machine.

The street called Trierweilerweg is a kind of passage between downtown Trier and Trier West, which you walk through to get to the low cost houses. I lived in this street for two years, and during this time I documented the everyday life of the 150 meter street section I could see from my window.

A Special Edition of 5 with a signed and numbered Print (20 x 30 cm, printed on Hahnemühle Photo Rag, 308 g/m²) is available. The Special Print Edition is sold out.

If you’re living outside Germany, please order here: www.dienacht.bigcartel.com

Print run: 45 copies + 5 copies incl. a 20 x 30 cm Print, signed and numbered
32 Pages, black and white photographs on cream paper | Size: 18 x 13 cm | 2nd Edition
Cover made of polaroid cardboard, laser perforated

10,00 Euro

dienacht und die FREELENS Galerie präsentieren: Kim Thue – DEAD TRAFFIC

Ausstellung und Buchrelease in Hamburg: Donnerstag, 29. März 2012 um 19.00 Uhr

Die FREELENS Galerie freut sich die Ausstellung und das gleichnamige Buch DEAD TRAFFIC von Kim Thue als Premiere präsentieren zu dürfen.

Die Schwarzweiß-Serie DEAD TRAFFIC des dänischen Fotografen Kim Thue ist ein heftiger, intimer Bericht aus den Randgebieten von Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, einem der ärmsten Länder Afrikas. Dass Kim Thue dort viel Zeit verbracht hat und in der Nähe einer der berüchtigten Slumgegenden gelebt hat, sieht man seinen Aufnahmen an. Er begegnet den Menschen auf Augenhöhe und kommt so dicht an sie heran, dass der Betrachter unmittelbar angesprochen und in die Szene hineingezogen wird. Kim Thue zeigt in DEAD TRAFFIC das Leben schwarzer Jugendlicher und ihrer Gangs geprägt von Lust und Langeweile, Erlebnishunger und Perspektivlosigkeit. Jeder weiß, was in einem Land wie Sierra Leone möglich ist, wo Kinder schon als Soldaten eingesetzt werden, doch Thue thematisiert die grausame Geschichte und Gegenwart des Landes nicht. Seine Bilder wirken zwar bedrohlich, teilweise sogar brutal – doch ohne Gewalt zu zeigen und immer in der Balance zwischen Poesie und Düsternis. Der in London lebende Fotograf nennt seine Arbeit selbst „eine Sammlung von Eindrücken, die eine untrennbare Koexistenz von Schönheit und Schrecken nahe legt, die ein allgegenwärtiges Thema in dieser rauen und starken Stadt zu sein scheint.“ Trotz der für die Reportage klassischen Arbeitsweise in Schwarzweiß entsprechen seine Bilder nicht den typischen und viel gesehenen Motiven aus der Krisenregion. Die Perspektive wechselt, mal ist er Regisseur, mal setzen sich die Porträtierten selbst in Szene, mal haben die Bilder den Charakter eines privaten Erinnerungsfotos- doch eine Perspektive nimmt Kim Thue nie ein: die eines Unbeteiligten.

DEAD TRAFFIC ist Kim Thues erstes Buch und auch für den von Calin Kruse initiierten Verlag dienacht Publishing ist es die erste Publikation. Das Buch kann hier vorbestellt werden: www.dienacht-magazine.com/publishing


Kim Thue – DEAD TRAFFIC
Ausstellungseröffnung und Buchrelease: Donnerstag, 29. März 2012 um 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 29. März – 18. Mai 2012
FREELENS e.V. | Steinhöft 5 | 20459 Hamburg
Öffnungszeiten: Montag - Freitag von 11.00 – 18.00 Uhr
www.freelens.de 

“dienacht” Ausstellung: Peter Franck

Am Wochenende fand die Vernissage der Peter Franck-Ausstellung in Mannheim statt. Großartige Bilder werden in einer schönen Galerie gezeigt.
Hier noch ein paar Impressionen; und wer sich die Ausstellung noch anschauen möchte: sie läuft noch bis zum 11.06.!


“dienacht” präsentiert
Peter Franck: Gottes bunter Garten
Vernissage am 09.04. (Lange Nacht der Museen) um 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 09.04. – 11.06.2011
Ladengalerie “L’art pour L’art” · C2,19 · 68159 Mannheim
Öffnungszeiten Di – Sa: 10.00 – 17.45

“dienacht”-Ausstellung: Peter Franck!

Pünktlich zum Erscheinen der 9. Ausgabe (Anfang April) wird eine neue “dienacht”-Ausstellung stattfinden!

Peter Franck habe ich schon in “dienacht” #4 vorgestellt. Er entwickelt seinen Stil – trotz seiner Unverkennbarkeit – unglaublich schnell weiter, und die aktuellen Arbeiten haben nur noch wenig mit den Bildern der 4. Ausgabe gemeinsam.

Die Ausstellung wird dieses Mal in Mannheim sein, in der Ladengalerie L’art pour l’art, die Vernissage findet am 09.04. (Lange Nacht der Museen) um 18 Uhr statt.Peter wird bei der Vernissage dabei sein, und zur Ausstellung erscheint ein Künstlerheft in limitierter Auflage (dazu später mehr). Ich würde mich freuen, wenn ihr zahlreich kommen würdet!


“dienacht” präsentiert
Peter Franck: Gottes bunter Garten
Vernissage am 09.04. (Lange Nacht der Museen) um 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 09.04. – 11.06.2011
Ladengalerie “L’art pour L’art” · C2,19 · 68159 Mannheim
Öffnungszeiten Di – Sa: 10.00 – 17.45

“dienacht”-Sonderausgabe | Fototage Trier 2010

Im November finden zum ersten Mal die Fototage in Trier statt, und dazu erscheint eine Sonderausgabe von “dienacht” als Ausstellungskatalog. Das Format und der Preis bleiben gleich, nur wird die Ausgabe umfangreicher (knapp 160 Seiten) sein. Es sind fantastische Fotografen dabei, bekannte Gesichter mit neuen Serien (Phil Toledano, Elinor Carucci), alte Meister wie Michael Wesely und Thomas Florschuetz und junge Talente. Die Sonderausgabe wird gerade gedruckt und rechtzeitig zur Vernissage am 12. November fertig sein.

Die Fototage Trier werden von Cristoph Tannert (Künstlerhaus Bethanien) kuratiert.

Aus dem Pressetext:
“In den Leerstellen zwischen scheinbar banalen Alltäglichkeiten wie Geburt, Heranwachsen, Altern, Sterben, Liebe und Verlust, Freude und Trauer, Glück und Unglück, Armut und Reichtum, Arbeit und Spiel ist Platz für ein ganzes bildgestütztes Philosophiegebäude.
Angesichts des marktschreierischen Tons in der Kunst will das Konzept „LEBEN elementar“ wie eine Schleuse wirken, hinter der die Welt wieder zu sich kommen kann. Zur Anschauung drängen verstärkt Positionen der internationalen Fotografie, die in die Seele der Dinge vorzudringen und immer wieder neue Seiten der menschlichen Existenz zu entdecken vermögen. So werden in der Ausstellung Fotos und Videos zu sehen sein, die nicht blank geschminkt sind, sondern Anspruch verkörpern und mitreißend wirken, eigensinnig im besten Sinne des Wortes. So kann es nicht verwundern, dass einige Werken ganz aktuellen Ursprungs sind, andere bereits vor Jahren entstanden, von ihrer Wirkmacht jedoch nichts eingebüßt haben und in Trier möglicherweise
wiederentdeckt werden.
Die Künstlerliste umfasst Namen aus aller Welt, Künstler und Künstlerinnen aus zwei Generationen, Namhafte und junge Aufsteiger. Über die Hälfte der Beteiligten sind Frauen.”

Fototage Trier
13. November bis 12. Dezember 2010 (Eröffnung am 12.11.2010)

Ausstellungsorte:
Stadtmuseum Simeonstift, Simeonstr. 60, neben der Porta Nigra, 54290 Trier
Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum, Windstr. 6/8, 54290 Trier
Viehmarktthermen, Viehmarktplatz, 54290 Trier
Historischer Frankenturm, Dietrichstr. 6, 54290 Trier

Termine:
Eröffnung der Ausstellung am 12.11.2010
18 Uhr, im Stadtmuseum Simeonstift
19.30 Uhr, im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum
20.30 Uhr, in den Viehmarktthermen

Mehr Infos auf der Webseite:
www.fototagetrier.de.

“dienacht” Ausstellung: Jürgen Escher!

Vor etwa über 1 Jahr wurde ich gefragt, ob ich im Rahmen einer größeren Veranstaltung eine “dienacht”-Ausstellung in Luxemburg organisieren und kuratieren wolle. Die Bedingung war, dass nur ein Fotograf ausstellen soll, und meine Wahl fiel ziemlich schnell auf Jürgen Escher, der in “dienacht” 3 und in der ersten “dienacht”-Ausstellung dabei war. Und ich habe mich gefreut, als er zugesagt hat.

Jetzt ist es soweit, im Rahmen der “Unterwegs zur Freundschaft“-Veranstaltung wird in der Abtei Neumünster am 23. September um 19 Uhr die Vernissage sein, und Jürgen Escher ist anwesend. Gezeigt werden handgeprintete Arbeiten aus seiner CapAnamur-Serie. Ich würde mich freuen, dort den einen oder anderen zu treffen!

Der Blick des Freundes – Fotografien von Jürgen Escher
23. September bis zum 20. Oktober 2010
Vernissage am 23. September um 19 Uhr.
Abtei Neumünster
28, rue Münster, Luxemburg-Stadt
Luxemburg

“dienacht”-Finissage und Presse

Letzte Woche ist die Ausstellung zu Ende gegangen. Hier noch ein paar Eindrücke, bevor sich die “dienacht”-Redaktion in Richtung Hamburg (Gute Seiten-Vernissage im Hamburger Kunstverein) aufmacht.

Hier kann man die Vernissage-Ansprache (von Herbert Lauer und Maurice Vink) nachhören oder als mp3 herunterladen.

“dienacht” – Die Ausstellung!

Am letzen Freitag wurde die zweite “dienacht”-Ausstellung aufgebaut und sogar ein Fernsehteam des SWR war den ganzen Tag vor Ort (ein Beitrag wird am nächsten Samstag, den 16. Januar gegen 19.15 Uhr in der Sendung “Ladesart” ausgestrahlt). Der Hausmeister machte sich aus dem Staub, und wären da nicht die freiwilligen Helfer Christina und Maurice gewesen, hätten wir wohl die Nacht durchgemacht.

Am Samstag war dann große “dienacht”-Ausstellungseröffnung. Alle Künstler waren anwesend, und viele Menschen sorgten für eine tolle Stimmung. Die Ausstellung läuft noch bis zum 21. Februar in der Tuchfabrik in Trier; kommt vorbei und bringt eure Freunde mit!
Hier noch ein Paar Eindrücke.

Die zweite große “dienacht”-Ausstellung!

Wir laden ein: zu der zweiten großen “dienacht” Ausstellung! Nach dem Erfolg der ersten Ausstellung im Sommer 2008 in Mönchengladbach, findet die Schau in den Gemäuern der ehemaligen Tuchfabrik (Tufa) in Trier statt. Sieben national und international preisgekrönte Fotografen und Illustratoren, die in “dienacht” veröffentlicht wurden oder in der nächsten Ausgabe veröffentlicht werden, zeigen eine Auswahl ihrer Arbeiten:

Alice Smeets

Die junge belgische Fotografin Alice Smeets arbeitet sowohl künstlerisch als auch dokumentarisch. Eines der Bilder aus ihrer erschreckend ehrlichen Fotoreportage über das Aufwachsen in Haiti zeigt ein kleines Mädchen in einem sauberen weißen Kleid, das barfuß durch einen Tümpel voller Morast und Abfall läuft, hinter ihr die Slums der Hauptstadt Port-au-Prince. Unicef ernannte dieses Bild zum Foto des Jahres 2008. Auch die anderen Fotos dieser Serie hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

Arno Schidlowski

Der Fotograf Arno Schidlowski beschäftigt sich in seinen ausgestellten Fotografie-Serien „Summa“ und „Jasmund“ mit Tier- bzw. Landschaftsfotografie, und sieht dabei seine Wurzeln tief im deutschen Kulturgut: Die Fotografien seiner Diplomarbeit „Summa“ nehmen Bezug auf die Aufzeichnungen des deutschen Naturforschers Alexander von Humboldt, während die Landschaftsfotografien seiner Serie „Jasmund“ sich an die Kompositionen des bedeutendsten Malers der Deutschen Romantik Caspar David Friedrich anlehnen. Wie bei Friedrich liegt auch Arnos Interesse im subjektiven Empfinden der Umwelt. Seine fragmentarische Darstellung reduziert Tiere und Landschaft auf grafische Elemente, die der Betrachter im Geiste ergänzt, um sie zu identifizieren.

claire Lenkova

Die Hamburger Künstlerin claire Lenkova präsentiert Illustrationen aus ihrem im September erschienenen Sach-Comic „Grenzgebiete“. Die Geschichte über eine Kindheit zwischen DDR und BRD jenseits der Ostalgie hat der Deutschlandfunk als eines der 7 besten Bücher für junge Leser ausgezeichnet. Außerdem zeigt claire Lenkova im Katalogisierungsprojekt «Herrenzimmer & Damensalon» auf Schautafeln und Karteikarten ihre subjektive Sicht auf Menschen aus ihrem Leben. Alles darf angeschaut, angefasst und gelesen werden.

Gerhard Vormwald

Der Fotograf Gerhard Vormwald wurde mit seinen Werbefotografien schwebender Leute weltberühmt und schoss über 60 Titelbilder für den Stern, bevor er sich von der kommerziellen Fotografie abwandte. Begonnen hat alles im Passbildautomaten – hier schnitt er als 14jähriger Grimassen. Die Lust am Experimentieren ist Gerhard Vormwald geblieben und lässt ihn noch heute alltägliche Dinge – von der Kartoffel bis zur Zigarettenkippe – aus dem gewohnten Zusammenhang reißen. So entstehen neue Bildwahrheiten, die an Werke des Surrealismus erinnern. Denn Gerhard Vormwald will die Welt nicht erklären, er will zeigen wie rätselhaft sie ist, für jeden Einzelnen.

Olivia Bargman

Die britische Künstlerin Olivia Bargman entführt den Betrachter mit ihren Grafiken in ein magisches Land, das von Farben, Formen und phantastischen Tieren bevölkert wird. Ihre handgeschriebenen Textzeilen sind ihr Markenzeichen und tragen entscheidend zum Charme ihrer Arbeiten bei. Inspiration findet sie ebenso in der Tierwelt, wie in der Folklore des Balkans, in Retro-Computerspielen oder den schmuddelig-dunklen Kanten von Fotokopien. Olivia Bargmans traumartige Welten entstehen mit Hilfe von Papier, Filzstift, Buntstiften, Tusche und einem guten alten 0,5 mm Druckbleistift – kreativ, assoziativ und erfrischend unperfekt.

Spike

Der Graffitikünstler Spike erobert seit den 90er Jahren immer neues Areal: Nachdem er sich mit den komplex-dynamischen Schriftzügen der Königsdisziplin der Graffitikunst, dem Wildstyle beschäftigte, bezieht er in seinen aktuellen Arbeiten bewusst das Umfeld in die ästhetische Wirkung mit ein: Wie ist der Aufbau, die Komposition der Wand? Wie wirken die Größenrelation der Buch­staben, vorhandene Farbkontraste und das Spiel mit dem Leerraum? Basierend auf den Buchstaben S-P-I-K-E behält er Elemente seiner alten Werke bei, jedoch in konsequent reduziert grafischer Form. Mit der gleichen Sensibilität wählt Spike die Hintergründe aus: alte Ziegelmauern, verrostete Stahltüren oder Wände mit abgeblätterter Farbe in Abrisshäusern – Spikes spitze, schneidende Formen werden Teil dieser verlassenen Orte.

(Für die Ausstellung der Tufa wird der Künstler eine Wand besprühen, die nach der Ausstellung überstrichen wird.)

Werner Schöffel

Der Künstler Werner Schöffel arbeitet an seinem ausgestellten Werk «Über Dauer hinweg» bereits seit 20 Jahren: Als er 1988 irgendwo in Franken ein Rad im Waldboden eingrub, wusste er bereits, dass ihn dieses Fotoprojekt lange begleiten würde, ja, zu einem gewissen Teil sein Leben bestimmen würde: denn in einem Rhythmus von vier – vier – drei Monaten fotografierte er 20 Jahre lang immer wieder den selben Bildausschnitt, in dessen Vordergrund sich das Rad befindet. Indem Werner Schöffel die einzelnen Zeitschichten übereinander projiziert, wird sichtbar, was sonst nur vorstellbar ist: die Zeit.

“dienacht”-Ausstellung
Vernissage: 09.01.2010, 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 10.01.-21.02.2010
Ort: Tuchfabrik Trier | Wechselstr 4 | 54290 Trier

Releaseparty und Ausstellung!

Die nächste “dienacht”-Ausstellung steht vor der Tür.
Anlässlich der Veröffentlichung der 6. Ausgabe gibt es eine Releaseparty und eine Ausstellung mit Fotografien der Schweizerin Maya Rochat aus der aktuellen “dienacht”. Und zwar in Blotablota in Mainz.
Kommt alle und bringt euere Freunde mit!

Vernissage & Releaseparty am Samstag den 24.10.09
Beginn um 19:00 Uhr

Ausstellung: 24.Oktober – 20.November 2009

BLOTABLOTA – Galerie & Shop
Kaiser-Wilhelm-Ring 78
55118 Mainz

www.maya-photography.ch
www.blotablota.de
Die Ausstellung wurde unterstützt durch meine Lieblingsdruckerei Seltmann!

“dienacht” – 1st photography exhibition

In Zusammenarbeit mit der Galerie f:7.2.
Vom 16. Mai bis zum 15. Juni 2008 präsentieren sich sechs namhafte Fotografen aus Deutschland und den Niederlanden dem Publikum. Die Gruppenausstellung zeigt erstmalig in dieser Art Fotografen aus den bereits drei erschienenen und der noch folgenden vierten Ausgabe von “dienacht”.

In den eigens für diese Ausstellung umgestalteten Räumlichkeiten offenbaren Klaus Gigga(D), Florian von Ploetz(D), Arnoud Bakker(NL), Jürgen Escher(D), Marco Wiegers(NL) und Sven Nieder(D) einen grosszügigen Querschnitt Ihrer Arbeit und geben eine abwechslungsreiche Übersicht der zeitgenössischen Fotografie aus den jeweiligen Ländern.

Für die musikalische Begleitung sorgt die Düsseldorfer Band Tritop. Im Anschluss an die Vernissage wird DJ Tassilo mit einem Mix aus Lounge und Club Kultur den Übergang in die Nacht einleiten.

Arnoud Bakker | Polaroid Pinhole Porn 

Lochkamerabilder – Fotos, die mit einer Camera Obscura aufgenommen werden – werden meistens von Landschaften und Stillleben gemacht. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da sich unbewegte Objekte für diese Form der Fotografie eignen. Wäre es aber nicht spannend, die Lochkamerafotografie wie die anderen, ursprünglich respektablen Medien, wie das Telefon, der Film und das Internet, für Akt und Erotica zu missbrauchen?
Eigentlich ist die Camera Obscura ein ungeeignetes Medium dafür. Fotos, aufgenommen mit einer Lochkamera, brauchen eine lange Belichtungszeit. Nicht besonders wünschenswert, wenn man ein dynamisches Bild, kurze Augenblicke und ekstatische Ausdrücke einfangen möchte.
Die Bewegungsunschärfen sind unvermeidbar, das Modell muss für Ewigkeiten stillsitzen, was aufgrund der Pose meist unmöglich ist. Und dann die Abwesenheit einer Linse, die das Foto weich und flau werden lässt, wo es scharf und kompromisslos sein sollte. Trotzdem, der Schmerz, die Unschärfe und das Warten sind es gerade deshalb umso mehr wert, auch wegen dem schmutzig – romantischen und malerischen Charakter der Arbeiten, der durch das Sofortbildmaterial unterstützt wird. Lochkamerafotografie hat es auch verdient, eine eigene dunkle Seite zu haben.

Jürgen Escher | Cap Anamur 

Seit mehr als 23 Jahren begleitet Jürgen Escher die Einsätze des „Komitee CAP ANAMUR“. Als Fotograf und Dokumentarist. Er ist das „fotografische Gedächtnis“ von CAP ANAMUR. Seine Fotos beschreiben die Arbeit, die Hilfe und den Alltag in den Projekten von CAP ANAMUR weltweit. Die 1979 von Rupert Neudeck ins Leben gerufene Nichtregierungsorganisation hilft Menschen, insbesondere Flüchtlingen, in aller Welt. Escher war für CAP ANAMUR in etlichen Ländern in Asien, Lateinamerika, Afrika und Europa unterwegs.
Jürgen Escher versucht in seiner Arbeit, den Menschen nahe zu sein. Es gelingt ihm, diese Nähe zu den Menschen auch bildlich umzusetzen. Je näher der Fotograf – also Jürgen Escher – einem Menschen buchstäblich „auf den Leib rückt“, um so mehr
verschwinden störende Elemente aus dem Bild, geht inszenierendes Beiwerk zurück, und zurück bleibt der reale Mensch.

Florian von Ploetz | 90°

Natürlich ist alles eine Frage des Blickwinkels. In der Fotografie sowieso, im Leben erst recht. Diese Grundwahrheit führt Florian von Ploetz auf ziemlich geniale Weise vor. Man kann alles drehen und wenden. Je nach dem, wohin der Kopf sich neigt, wird aus den Szenerien eine schöne Illusion oder ein profaner Moment. Der Fotograf baut Räume, hebt die Welt aus ihren Angeln. Die Gegenstände sind dem Alltag entrissen, den Trödlern, den Freunden und nicht zuletzt dem eigenen Hausstand. Sie werden genagelt und geklebt, bis sie haften. Nichts ist so perfekt arrangiert, dass man der Konstruktion nicht auf die Spur kommen kann. Verschraubungen an den Tischen werden nicht versteckt, Menschen im Liegestütz ist die Anstrengung dann doch anzusehen.
Seit 1999 hat der Berliner Fotograf immer wieder eine kleine Neuköllner Hinterhofwohnung für seine Inszenierungen hergerichtet. Das Artistenduo GALA NR. 4 machte den waghalsigen Anfang. Als das Bild später ausgestellt wurde, suchten unzählige Finger das Foto nach Fehlern in der Logik und Hinweisen auf Lug & Trug ab.
Florian von Ploetz findet das gut. Erst wenn der Betrachter mit der Stirn runzelt und in die Bilddetails geht, ist das Ziel erreicht – die unperfekte Illusion.

Sven Nieder | Jacobsweg 

Frankfurter Rundschau:
Der Betrachter wandert mit, lässt die Weite der Landschaft auf sich wirken, folgt dem öden Pfad und freut sich mit dem Pilger, die Höhepunkte der Strecke zu erreichen: die Templerkirche von Eunate, die Kathedrale Leóns oder die Eisenkreuze unterwegs.

Photonews:
Die fast beiläufigen, meditativ- eindrücklichen Fotografien Nieders sind eine Einladung: zum Aufbruch in die entschleunigte Erfahrung von Zeit und Raum, und dazu, die Poesie der Tradition inmitten allgegenwärtiger Profanität wieder zu entdecken.

Kölner Stadtanzeiger:
Bilder strahlen eine intensive Gelassenheit aus und entführen den Betrachter zu all den unscheinbaren Momenten am Wegesrand, die erst im Tempo des Gehens wahrnehmbar sind, eine Baumblüte etwa, ein leerer Spielplatz oder ein Sonnenuntergang, das eigentliche Wunder des Jakobsweges.

Marco Wiegers | Rêves Carnivores

Die Serie ‘Rêves Carnivores‘ ist ein laufendes Projekt von inszenierten Portraits und Stadtbildern. Diese sind vorsichtig komponiert in eine dem Alptraum gleichende Vision von Psychologischen Raum und Einsamkeit. Sie grenzen eine Welt ein, die gekennzeichnet ist von Exzessivität, der Genusssucht und der sozialen Ablehnung von den geplagten Opfern des Alltags.

Klaus Gigga | Inszenierte Welten

Klaus Giggas inszenierte Bilder entstehen zuerst in seinem Kopf und müssen dann einen Ort, das Licht, die dazu passenden Menschen und Gegenstände finden. Nichts für eilige Arbeiter.
Die großformatigen Fotos des 1976 in Schwäbisch Hall geborenen Diplom- Fotografen, der seit 2007 in Dresden lebt, zeigen Bilder, die uns nur auf den ersten Blick beruhigen. Bekannte Situationen, überdeutliche Farben, wäre da nicht…? Ja was eigentlich? Eine Störung, ein Riss in den bekannten Mustern unserer Wahrnehmung. Hinter unserer alltäglichen Tapete lauert Gefahr – Gefahr, die von uns selbst ausgeht. Klaus Gigga spürt, wie dünn die Tünche unserer Kultiviertheit ist. Die täglichen Zeitungsmeldungen unserer „besten aller Welten“ bestätigen dies.

galerie f:7.2 und ‘dienacht’ präsentieren:

galerie f:7.2 temporär
1st photography exhibition
die erste ausstellung der fotografen
16. mai bis 15. juni 2008
eröffnung: 16. mai 18:00 uhr

ausstellungsort:
hauptstr. 69
41236 mönchengladbach-rheydt

di|do|fr: 13:00 – 19:00 uhr
mi: 10:00 – 19:00 uhr
sa: 10:00 – 16:00 uhr

“dienacht” – 1st photography exhibition (16. Mai – 15. Juni 2008)

Am 16. Mai 2008 ab 18 Uhr findet in Mönchengladbach-Rheydt (Hauptstr. 69) die erste “dienacht”-Ausstellung statt. Große Aufregung, tolle Fotografen, die in der 1., 2., dieser und der nächsten Ausgabe mitgemacht haben, bzw. mitmachen werden.
Ausstellen werden Sven Nieder, Klaus Gigga (beide Ausgabe #1), Arnoud Bakker, Florian von Ploetz (beide Ausgabe #2), Jürgen Escher (#3) und Marco Wiegers (voraussichtlich #4). Alle Fotografen werden anwesend sein!
Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit Stefan Völker (galerie f:7.2) organisiert, der extra dafür einen etwa 300 qm großen Raum in der Fußgängerzone für die Zeit angemietet hat.
Mehr Infos und Bilder kommen bald!