Neu im Shop: Turbochainsaw Magazin #6

Die sechste Ausgabe von Marks Artzine für Fotografie und Illustration kann man ab jetzt im Shop ergattern. Auf 200 Exemplare limitiert und einzeln nummeriert!

Artzine – Zeichnung, Fotografie und Comics
Auflage: 200 Exemplare, 48 Seiten, einzeln nummeriert und auf Recyclingpapier gedruckt

6,50 Euro

Encoded Turnable Wall Calendar 2012

Limitierter 5-Farb-Siebdruck von den beiden Gestaltern Moritz Esser und Silke Jaspers.

Der Kalender für 2012 funktioniert durch Drehen der Transparentpapierscheibe. Der Zahlencode zeigt den Monat an, dh er ergibt zwölf mal im Jahr Sinn, dann stimmen auch die Ziffern im Kalendarium und man kann den Wochentag ablesen.

Gedruckt auf 350g Recycling-Karton und 230g Transparentpapier Inapa Clear. Format 12″ / Schallplatte. Nummerierte Auflage von 50 Stück.

Kaufen auf: www.cafe-lala.de

Silke Jaspers: www.silkejaspers.blogspot.com
Moritz Esser: www.messergrafik.de

Sebastian Pranz: Hinterland | Portfolio

„ Hinterland ist eine sehr persönliche Arbeit, es geht mir dabei um das Gefühl das ich habe, wenn ich die Stadt verlasse. Und um die Geschichten, die auf Deutschlands Nebenbühnen spielen.“

Der Kölner Fotograf und Publizist Sebastian Pranz (*1979) musste erst in die Stadt ziehen um die Faszination zu spüren, die von Deutschlands Hinterland ausgeht.  Auf seinen Überlandfahrten fühlt er sich vor allem von den Nebenschauplätzen angezogen: Ein verwahrloster Tierpark, in dem befreite Strauße ihr Gnadenbrot bekommen, ein Pilgerort in Bayern, wo Menschen auf ein Wunder warten, eine Kirmes in Nordhessen, mit einem Bären der an jeder Haustür Schnaps trinken muss. Seine Arbeit versteht sich als „Streetphotography auf dem Lande“, ersetzt aber den hektischen Blick der urbanen Fotografie durch das behäbige Starren einer analogen Mittelformatkamera.

www.anderthalbmeter.de

Neu im Shop: Evah Fan – Pry on Murmurs II

Enveloped murmurs collected in this booklet with mini narratives in each spread. They are based from Evah Fan’s drawings and remixed with collage patterns from a big pile of security envelopes she saved.

Artzine / Illustrationsbuch
10,8 x 14 cm, 32 Seiten
genäht (2farbig)
abgerundete Ecken

5,00 Euro

Neu im Shop: Die rote Trude Magazin #1 – Govinda Van Maele

Govinda Van Maele wurde 1983 in Luxemburg geboren; er führt Regie, arbeitet gelegentlich als Kameramann oder Fotograf, schreibt Drehbücher. Er ist Mitbegründes Kollektivs Filmreakters und lebt in Luxemburg und in der Türkei.

Ich traf Govinda in seinem Haus in einem kleinen, idyllischen luxemburger Dörfchen, um mit ihm ein Interview über seine erste Langzeitdokumentation zu führen, und über Filmemachen in Luxemburg, über die Szene und das Elitäre, über reiche gelangweilte Hausfrauen, über Reisen und Fotografie.

Interviewmagazin
13 x 18 cm, 32 Seiten + Bildnachweis-Karte
Auflage: 70 Stück

4,00 Euro

Christine Bachmann: Undine geht | Portfolio

Undine geht (seit 2009)

Undine (lat. unda = Welle) ist als literarische Figur vor allem in der Romantik entstanden und hat von da an erst durch Ingeborg Bachmanns Umwandlung in den 1960er Jahren einen selbstbewussten, nach Autonomie strebenden Charakter erhalten.
Noch in der Romantik ist Undine ein zierliches, empathisches, fast ätherisches und schicksalsergebenes Wesen, welches erst durch die Heirat eines Mannes zur Frau wird und sich aus Liebe zu ihrem Mann passiv den Widrigkeiten der Ehe ergibt. Ähnlich wie Shakespeare’s Ophelia endet sie betrogen, ausgestoßen und sterbend im Wasser. In dieser Darstellung tut sie nichts aus freiem Willen, sie wirkt ohnmächtig, das Schicksal und ihre Gefühle bestimmen von Geburt an ihre Wege.
Anders gestaltet in Ingeborg Bachmanns Version, in der sich Undine, schicksalsbewusst, die Ehe verachtend, ins Wasser zu einer Art Regeneration zurückzieht und sich vor ihrem Abgang noch einmal an alle Männer wendet. In einem sprach-gewaltigen, anklagenden Monolog beschreibt sie die Zustände und ihre Rolle, in die sie geraten ist, in die sie immerwieder gerät, um eine Veränderung zu bewirken. Es ist auch ein Versuch von Umverteilung von Schuld. Schuld, die schon seit symbolischem Beginn der Menschheit
- im Paradies – immer die Frau trifft, wenn sie auf der Suche nach Selbstbewusstsein die bisherige Ordnung ins Wanken bringt und somit tiefgreifend stört.
Die Anklage gelingt aber letztlich nie ganz. Die liebende, im Getrenntsein lebensunfähige Seite der Undine zwingt sie immerwieder in den tragischen Kreislauf zurückzukehren.

In Anlehnung an die Erzählung Undine geht von Ingeborg Bachmann portraitiere ich Frauen und Mädchen unterschiedlichen Alters. Dabei entsteht ein metaphorisches Frauenportrait, mit welchem ich der Sicht auf Undine eine neue Perspektive hinzufüge.

www.christinebachmann.de 

Agnes Sofie Varisella: Bar Mleczny | Diplom

Bar Mleczny. Ein Ethnologe in der Milchbar.

»Gesellschaft als Tischgesellschaft zu denken heißt, die gesellschaftliche Realität durch das Essen zu begreifen. Zwar isst der Mensch nicht ununterbrochen, aber die vielfältigen Dinge, die für die Produktion, die Zubereitung und den Genuss von Essen unerlässlich sind, konstituieren ein beträchtliches Ausmaß der gesellschaftlichen Realität. Immer noch scheint es den meisten Menschen als ganz selbstverständlich, dass die Art und Weise, wie sie essen, keine wirkliche bedeutende Angelegenheit ist. Doch mit der unwichtigen Kleinigkeit des Essens werden auf eine untrennbare Weise ökonomische, politische, alltagskulturelle, diätetische und der gleichen gesellschaftliche relevante Dinge aufgetischt.«

Bar Mleczny, übersetzt Milchbar, ist eine Art Kantine, die zur Zeit des Kommunismus in Polen sehr verbreitet war und momentan immer mehr aus dem Stadtbild zurücktritt. Die Bar bietet eine preisgünstige, traditionelle, polnische Küche an. Ihre Speisen sind auf einer Pinnwand mit Magneten abgebildet, und man kann viertel, halbe oder wie üblich ganze Portionen bestellen. Im Speiseraum finden sich Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten wieder. Bankiers, die zu Mittag essen, Studenten, Dachdecker, ältere Herrschaften, wie auch Obdachlose, welche die übrig gebliebene Brotreste von der Tischkante zusammenschieben und aufnehmen. Man setzt sich an einen freien Platz, an einen Tisch, an dem bereits Menschen unabhängig von einander sitzen und speisen. Meine Beobachtungen ergaben, dass zwischen den am Tisch sitzenden Menschen keine Berührungsängste, aber auch wenig Kommunikation stattfindet. Es geht ums Essen.

Es ist ein Thema, das soziale und kulturelle Aspekte anspricht und typische Verhaltensmuster der Menschen in Polen wiedergibt. Zu untersuchen war eine Speise- und Denkkultur, die sich mit dem Fortschritt der Modernisierung verändert und in den nächsten Jahren abnimmt, bis sie vereinzelt noch gegenwärtig sein wird.

Die Umsetzung meines Themas erfolgt durch den Gebrauch unterschiedlicher Medien.

Der Fokus meiner Arbeit liegt auf dem Bild. Ich definiere es als das fotografische Bild, welches sich in zwei Bildstrecken unterteilt, Video als bewegtes Bild, welches auf einer Interventionen basiert, ethnologische Texte begleitend durch einen Kompendium als Printmedium. Das Format des Printmediums gliedert sich in vier unterschiedliche Formate und Formatgrößen. Die Wahl der unterschiedlichen Formate macht sich daran fest, dass ich bei den Bild- und Textstrecken bereits zu Beginn meiner Arbeit in unterschiedlichen Formaten gedacht habe und diese nicht in einem Buch zusammenführen wollte, denn dabei würden sich die Bildstrecken und die Textebene dem einen Format unterordnen müssen. Aus dem Verständnis heraus, sich diesem einen Format nicht anzupassen, folgte die ungekehrte Schlussfolgerung und somit passte sich das Format meinen Bildstrecken an. Daraus entstanden die vier unterschiedlichen Formate, die jedoch im Verhältnis zueinander stehen. Zudem erhält das Printmedium durch diese Formate eine Dreidimensionalität, geht somit in den Raum und beinhaltet einen Raum.

Mein Ausgangspunkt ist eine inhaltliche Auseinandersetzung in den Bereichen Design, Kunst und Kultur. Diesem wird eine visuelle und verbale Form gegeben, mit dem Ziel das Projekt in eine erlebbare Dramaturgie zu übersetzen. Die Auslegung meiner Arbeit überlasse ich jedoch der Vorstellungskraft des Betrachters.

Ich versuchte in meiner Arbeit Kunst und Kommunikationsdesign zu verbinden. Die Auslegung meiner Arbeit überlasse ich jedoch der Vorstellungskraft des Betrachters.

www.agnesvarisella.de 

Andrzej Maciejewski: Garden of Eden | Portfolio

Our society created naïve approach to the nature, glorifying its fertility and opulence. In same time our civilization harnessed and enslaved it. From the paintings of old masters to modern commercials, we still get the same picture of “natural”, healthy and beautiful fruits and vegetables, but the truth is that we are slowly destroying whatever is left of nature on our planet for the sake of money and comfort. The fruits and vegetables in the supermarkets, numbered and labeled, certified and standardized, are very good example. The 21st century society has created new Garden of Eden, where everything looks perfect and flawless. But many things, like the taste, the singularity and often even the humanity, have been lost during this process. My intention was to inspire a discussion on our relationship with the nature and the direction of our civilization.

“Garden of Eden” is a series of 24 still-life photographs, inspired by old masters of painting, but showing our modern fruits and vegetables, bought in the supermarket, with label stickers, or wrapped in plastic. The titles consist of the PLU number and country of origin.The photographs were taken with Sinar view camera, on large format (4×5 inches) colour transparencies.

www.klotzekstudio.com